Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spargel. 341

Spargelpflanzen im Frühjahre bei anhaltend trocknecWitterung, und austrocknenden Morgenwinden nichtleiden, müssen sie in den Mittagsstunden, und im Som-mer gegen Abend etwas begossen werden, damit sie"nicht verdorren.

Die Anlegung neuer Spargelbeete aus jun-gen Pflanzen geschieht am besten durch selbst ge-zogene Pflanzen, auch durch erkaufte auf folgendeWeise. Man muß entweder im November und De-cember, welche Saat den Vorzug behält, oder imMärz in eine sehr klare, fette und mit kurzem Kuh-miste gut gedüngte 6 Zoll weit von einander in Fuß-weite von einander entfernte Reihen, jedesmal ein ein-ziges nach der oben, S. 335, angezeigten Weise ge-probtes Körnchen legen, und das Beet behutsam ein-harken, damit die Samenkörner nicht von ihrer Stellekommen, bei der Frühlingssaat aber das Beet nochüberdies wegen der Lockerheit des Bodens festtreten.Während des Frühjahrs und Sommers muß mandie jungen Spargelpflanzen sorgfältig vom Unkrautereinigen, im November die trocken werdenden Sten-gel derselben 4—6" hoch über der Erde wegschneidenund das Beet mit kurzem Mist bedecken. Nach dieserArbeit müssen die Spargelbeete regelmäßig im Octo-ber und November auf die oben beschriebene Methodeangelegt und mit Löchern versehen werden. — DieLondner Küchen-Gärtner wählen zu Spargel-beeten einen guten, fetten, mittelmäßig leichten Bodenin einer freien und sonnenreichen Lage. Das dazubestimmte Stück Land wird entweder nur einen oderauch zwei Spadenstiche tief riolet, und mit 6 oder 8oder auch wohl mit 10 oder 12 Zoll hoch Mist ge-düngt. Dieser wird dann in jeden Graben ganz ebenund so eingelegt, daß wenn nur einen Spadenstich ri-olet worden, der Mist unten in den Graben eingelegtund mit einem Spadenstiche hoch Erde aus dem fol-