Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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346 Spargel.

In den Leipzigig er Kohlgärten, die auch wegenihres Spargelbaues berühmt sind, wählt man ge-wöhnlich einen lockren, guten Boden, wo vorherKopfsalat oder Kohlarten gestanden haben, welche indenselben, nach der Gestalt der V-ürfelfünfe, 2 Fußweit von einander stehende, eine Elle oder 2 Fuß imDurchschnitte haltende Fuß tiefe Löcher, wirft vonder obern Erde einen Fuß tief auf eine Seite, unddie übrige auf die andere. Hierauf schütten Einigekurz gefaulten Dünger ungefähr 6 Zoll hoch in dasLoch, und hierauf die Hälfte der zuerst ausgegrabenenDannnerde, sehen die Spargelpstanzen darauf, undmachen das Loch zu; Andere und zwar die Meistenfüllen hingegen das Loch erst gegen 6 Zoll hochmit gut gefaulter fetter Gartenerde, in der noch nichtsgewachsen ist, zu, sehen auf diese die Pflanzen, schüttennoch etwas von der gedachten guten Erde darüber,und füllen dann das Loch vollends mit der zuerst ans-gegrabenen, endlich oben darauf mit der ganz untenaus dem Loche ausgegrabenen Erde zu. Einigewollen, daß man im ersten und zweiten Jahre diezwei Fuß breiten Zwifchenräume auf den Beeten mit(Lalat bepflanze, der aber nicht in Samen schießendarf; Andere wollen aber auch hier auf diese Beetenichts gepflanzt wissen, wenn man nicht jährlich imWinter gut düngen kann. — Da in den oben ange-führtenMonaren aufden Spargelbeeten trotz aller beimAbschneiden der Stengel angewandten Borsicht, den-noch aus den abgefallenen Beeren hin und wiederjunge Spargelpflauzcn hervorkeimen ^ so muß sie derGärtner am das Sorgfältigste ausjäten, damit dieangelegten Spargelreihen dadurch nicht in Unordnunggerathen. Sollte es an jungen Spargelpflanzen feh-len, so können diese von selbst ausgefallenen Rainenin besondere Pflanzendecke gesetzt werden, sonst wirftman sie weg.