Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Sparkunst. 431

verwalten, daß ein Ansehnliches erspart werde, um inFallen der Noth von diesem Ersparten etwas zusehenzu können; und um dieses sicherer zu bewerkstelligen,kann man in den Staaten, wo es öffentliche undsichere Privatanstalten zur Aufnahme ersparter Gelderoder zur Anlegung von Spargeldern, als Banken,Seehandlungen, Wittwenkassen, Sterbekassen, Spar-kassen rc., s. diese Artikel, giebt, sein erspartesGeld am besten unterbringen, oder durch Beiträgeanlegen. Wer von solchen Anstalten entfernt aufdem Lande lebt und keine Freunde, Bekannten rc. ingroßen Städten hat, wo dergleichen Anstalten bestehen,der thut wohl, wenn er für das ersparte Geld sichSilberzeug und solche Gegenstände anschafft, dieihren inneren Werth behalten, damit er oder die Sei-nigen, wenn sie in der Folge in Noth kommen oderihre Einkünfte zurückbleiben sollten, es immer wiederzu Gelde machen und sich damit helfen können. Be-sonders kann man Silbergeräth als einen solchenSchah ansehen, den billig ein jeder von dem, was eran seinen Einkünften erübrigen kann, sich anschaffensollte, er hat dann einen sichern Nothpfennig. Mankönnte hier zwar einwenden: daß dergleichen Gerärhewegen des Gebrauches, wegen der äußerlich schönen For-men rc., einen solchen Reiz besitzen, daß man sich nichtleicht wieder von denselben trennen kann, und manlieber darben würde, als solche zu entbehren, undwenn dieses dennoch geschehen müßte, es nur trübeStunden, unangenehme Rückerinnerungen rc. veran-lassen würde. Dieses ist sehr wahr; allein man muß unterallenUebeln, wenn wir dieWahl haben, dasjenige wählen,welches in seiner Folge den geringstenNachtheil zeigt oderam wenigsten schmerzt. Würden wir Las Geld behalten,so könnten wir leicht in Versuchung gerathen, es ir-gend einer Lieblingsidee zu opfern, es auszugeben, undwenn wir dann in Noth geriethen, so würde diese doch