Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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430 Sparkunft.

pital. Wer daher weder Zeit, noch Geld Verschwender,sondern von beiden den weisesten Gebrauch macht,kann sicher seyn, etwas zu erübrigen; denn wer Alleserwirbt, was er mit Ehren erwerben kann, und, noth-wendige Ausgaben abgerechnet, Alles erhält, was ererwirbt, der hat gewiß einen Sparpfennig, ja er kannreich werden, und Andern mit seinem Ersparten,seinem Vermögen wohl thun, wenn derjenige, derdie Welt regiert, und von dem jeder Segen zum Ge-deihen eincrWirthschaft kömmt, es nach seiner weisenVorsicht nicht anders beschlossen hak. — Die Kunstzu sparen ist demnach das Produkt einer guten Haus-haltung; denn nur hieraus fließt das Ersparte, ohneeine gute Führung der Wirthschaft kann nichts erspartwerden. Jede Kleinigkeit kommt in Anschlag, undwenn auch nicht ängstlich über die Ordnung und dieAusgaben im Haushalte gewacht werden darf, welchesdem Lebensgenüsse nachtheilig seyn würde, so mußman das Ganze doch als ein Geschäft betrachten, dasmit Genauigkeit geführt werden muß. Eö kommtalso bloß darauf an, sich erst daran zu gewöhnen, sowird man auch in der Ausführung nicht fehlen. DieSparkunst ist Allen, aber besonders denjenigenzu empfehlen, die keine gewisse Einnahme haben, alsoimmer besorgt seyn müssen, daß die Quelle ihres ge-genwärtigen Einkommens einmal verstopft werdenkönnte, z. B. bei einer ungewissen Bedienung, oderbei einem Geschäfte oder einer Arbeit, wodurch dieKräfte nicht bis an das Ende des Lebens den Unter-hake zu erwerben versprechen; oder wenn die Einkünftevon Gütern rc. in Kriegözeiten oder durch andere Zu-falle zurückbleiben können, oder wenn Jemand einestarke Familie hat, und um deren künftige Versorgungbekümmert ist rc.; hier muß nun ein jeder Haushalter,jede Hausfrau, kurz Mann und Frau müssen mit ver-einten Kräften dahin streben, das Einkommen so zu