Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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434 Spärliche.

Baumwolle brennen, weil sie weit mehr Kohle absehen,als jene, allein sie brennen doch sparsamer. DasGarn zum Dochte muß eben und gleich gesponnen,und weder zu fest, noch zu locker seyn. Man nimmtdann diese Fäden leicht zusammen, schneidet sie zu,dann leicht zusammengedreht, und mit einem stark ge-wichsten Lappen gerieben, damit sie sich nicht wiederaufdrehen. Nach Desormeaux, Lichtzieher in Lon-don, soll man den Lichtern Dochte geben, die einenhohlen Cylinder bilden, wodurch sie eine große Hellig-keit und Reinheit im Brennen erhalten, ohne zu lau-fen oder zu flackern. Die Dochtfäden bestreicht man,nach ihm, mit Wachs oder Harz (Kolophonium oderweißem Burgunderharz) und steckt sie während desZiehens oder Gießens mit einem Drahte durch. Diedadurch entstandene Höhlung wird dann entweder mitWachs, oder mit Talg, und bei starken Dochten gar nichtausgefüllt. Uebrigens richtet sich die Stärke des Doch-tes nach der Stärke des Lichtes, daher laßt sich keinegenaue Vorschrift über die Anzahl der zu nehmendenFäden geben, nur so viel ist gewiß, daß man sie nichtzu stark nehmen muß, weil dieses kein Ersparniß, nichtin Hinsicht der Fäden, sondern in Hinsicht des schnel-leren Abrennens des Lichts seyn würde; denn Sparlichtecmüssen, nach dem Verhältnisse ihrer Stärke, auch ver-hältnißmäßig nicht zu starke Dochte haben; denn starkeDochte geben eine größere Flamme, und diese macht,daß das Talg schneller aufgezehrt wird, und auch wohlTheilweise abtröpfelt; dünne Dochte brennen daherimmer sparsamer, als dicke, weil sie nicht gleich so vielFett anziehen, da die Flamme nur klein ist. Auchsehe man darauf bei gegossenen Lichtern, daß die Dochteso viel, als möglich, in die Mitte der Form zu liegenkommen. Man hängt die Lichter, sowohl gezogene,als auch gegossene, einige Zeit an einem trocknen, derfreien Luft ausgesetzten Orte auf, damit sie gut aus-