Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Sparlicht.

trocknen; dann werden sie in Kisten gepackt, wodurch sienoch weißer werden, als sie gleich nach dem Ziehenoder Gießen waren ; sie halten sich dann länger. Lich-ter, die auf diese Art gemacht, gezogen oder gegoflenwerden, sind weiß, auch hart, nicht schmierig und übel-riechend, und brennen hell, gleichförmig und sparsam.Dar Technische des Lichtziehen soderGießenüs. unter Licht, TH.78,S. l.u.f.— Spar- Nacht-lichter von Talg zu gießen. Bei diesen Nacht-lichtern kommt alles auf den Docht an. Dieser be-steht aus dünn gespaltenen Stäbchen von Birkenholz,welches aber nicht gehobelt, sondern bloß gespalten undmit einem Messer nach den Holzlagen eben und dünngeschnitten werden muß. Dergleichen gespaltene Höl-zerchen beschabt man mit einem Stücke Glas odereiner Ziehklinge so lange, bis sie die beliebige Dickeeines Dochtes erhalten, oder auch wohl noch dünnergeschabt werden. Dann bewickelt man diese Stäb-chen so eben, als möglich, mit feingekämter Baumwollevon dem einen Ende bis zum andern. Diese Dochtebringe man nun in die Lichtformen, wozu sich die glä-sernen hier wegen ihrer Durchsichtigkeit am bestenschicken, und befestige sie vermittelst angebundener Fä-den dergestalt, daß sie genau in der Mitte der Formhängen bleiben. Hieraufstellt man die Form fest, oderläßt sie von einem Gehülfen fest halten, gießt dasfließende Talg in die Form und läßt es darin kalt wer-den, bis solches herausgezogen werden kann. DieseHolznachtlichter darf man nicht, wenn sie brennen, wieandere Lichter abputzen, weil sie dieses von selbst ver-richten, indem das Holzdocht von der Flamme in Ascheverwandelt wird, und sich von selbst verstäubt. Siebrennen sehr sparsam, daß kem Zoll des Lichts in einerStunde niederbrennt; sie brennen freilich nicht sehrhell, allein das Hellbrennen und Sparsambrennen zu-gleich sind keine mögliche Eigenschaften eines Lichtes

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