436 Sparlicht.
welches auch bei den oben angeführten Lichtern derFall ist, die wohl eine reine Flamme haben, aber keinehellleuchtende, weil der Docht nicht dick ist und dahernicht so viel Fett fortnimmt, um dadurch die Flammeso zu nähren, daß sie eine Helligkeit oder einen hellenSchein verbreitet. — Was die übrigen Spar lich-ter von Wachs und Wallrath anbetrifft, so istdavon unter Licht, Th. 78, S. 123 u. f., u.S.265u. f. gehandelt worden. Ueberhaupt muß bei den Lich-tern in Hinsicht ihres sparsamen Brennens die Maßeberücksichtiget werden, so z. B. brennen Wachslichtersparsamer, als Talglichter, Wallrarhlichter wieder ver-schwenderischer, als diese; im allgemeinen brennenaberTalglichter Heller, als Wachslichter. So verhält sichauch die Schnelligkeit, mit welcher zwei Talglichter ver-brennen, bei gleichen Gewichten umgekehrt wie ihreDurchmesser, so daß ein Licht um so sparsamer brennt,je dünner es ist.
Der Herr Geheime Rath Hermbstadt hat überdie Schnelligkeit des Verbrennens der Lichter, undüber die Intensität ihres Lichtes Versuche angestellt,welche folgende Resultate geliefert haben.
Wenn in einer gegebenen Zeit verbrennen:
Reines Wachslicht zu Loth . . 1,000 Theile,so verbrennen in derselben Zeit3 ) Talglichter, 6 Stück auf 1 Pfd. 1,608 -
6) desgl. 8 Stück auf 1 Pfd. . 1,217 -
«) desgl. gegoss. O St.aufI Pfd . 1,043 -
ck) Lichter aus zwei Theilen Talgund einem Theile Wachs, wo-von das Licht 5 Lth. 24 Gr. wog 1,443 -
0 ) desgl. aus drei Th. Talg undeinem Theile Wachs, wovon dasLicht 5 Loth 34 Gr. wog . . 1,678 -
1) Lichter aus Wallrath ü 4^ Lth 2,174