Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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462 Sparsiedeherd.

demie zu München praktisch ausgeführt. Die Feuer.Herde in den Küchen wurden zwei - bis dreimal nie-dergerissen und neu gebauet, die Gestalt der Kesselund die innere Einrichtung der Herde aber noch öfterverändert. Vergleicht man nun die Menge der in denoben genannten Anstalten verbrauchten Feuerungs-materialien, mit denen zu demselben Zwecke in andernKüchen aufgehenden, so wird man sich leicht von derWichtigkeit der angewandten Verbesserungen über»zeugen. Folgende Versuche werden hierin, das ge-hörige Licht geben.

ErsterVecsuch. Ein in der Küche des mili-tairischen Arbeitshauses zu München eingemauerterkupferner Kessel, der oben 22 und unten 19^ Rheinl.Zoll Weite, im Durchschnitte 24 Zoll Tiefe und50 Berlinische Pfund an Gewicht hatte, wurde mit95 Baierschen Maaß Wasser, die 187 Pfund wogen,angefüllt. Dieses Wasser hatte die Wärme von58 Grad Fahrenheit. Unter dem Kessel wurde mittrockenem büchenem Holze Feuer angemacht, dasWasser wurde zum Kochen gebracht und zwei Stundendarin erhalten. Das Resultat war Folgendes:

Das Wasser zum Kochen zu bringen.

Zeit. Holzverbrauch.

1 Stunde 1 Minute 11 Pfund

Das Wasser kochend zu erhalten.

2 Stunden 24 Pfd.

Zeit. Holjverbrauch.

Sum. 3 St. 1 Min. 13^ Psi).

ZweiterVersuch. Derselbe Kessel wurde miteben so viel Wasser von gleicher Wärme in der Nach-barschaft in einer Privatküche gebracht, und auf einenDreifuß gesetzt. Die Heizung geschah gleichfalls mit