Sparsiedeherd. 471
rung der inneren Bauart der Feuerherde, die derselbeseitdem mit dem besten Erfolge angewandt hat. Umaber diesen Gegenstand deutlich und befriedigend insLicht zu sehen, und ihn auch für diejenigen, die in sol-chen Untersuchungen nicht geübt sind, verständlich zumachen, ist es nöthig etwas zurückzugehen, und ihn ineiner wissenschaftlichen Form abzuhandeln. Zuerst istder Wärmestoff in Betrachtung zu ziehen, wie manihn in der Haushaltung auf die vortheilhafteste Me-thode erzeugen, und bei allen Prozessen leiten, einschlie-ßen und zerstreuen kann. Die Menge des Wärme-stoffs, die bei der Verbrennung irgend eines Brenn-stoffs erzeugt werden kann, ist zwar nicht bekannt; al-lein es ist doch höchst wahrscheinlich, daß sie größten-theils von der Behandlung des Feuers abhängt. Auchist eö wahrscheinlich, wo nicht völlig gewiß, daß dererzeugte Wärmestoff nicht bloß den Brennstoffen, son-dern größtentheils der Luft seine Entstehung verdankt.Die Luft ist da bei der Verbrennung unumgänglichnöthig, und der reine Theil der atmosphärischen Luft,der etwa ein Drittel des Ganzen ausmacht, leidet dabeieine merkliche Veränderung, oder wird wirklich zerseht.Hieraus hat man den sehr wahrscheinlichen Schlußgezogen, daß der größte Theil der Feuerhitze aus dieserQuelle ihren Ursprung nähme. Es scheint aber völliggewiß zu seyn, daß die Menge des WarmestoffS vonder Behandlung des Feuers herrührt. Höchst wahr-scheinlich hält die Zersetzung der Luft mit der Zersez-zung des Brennstoffs gleichen Schritt. Die Verzeh-rung des Brennstoffs wird sehr beschleunigt und derGrad der Hitze wird verstärkt, wenn die Luft dem Feuer-herde mit einer gewissen Schnelligkeit zuströmt. Hier-aus erklärt sich die Wirkung des Blasens; wenn aberdas Blasen nicht gehörig geleitet wird, so dient esmehr dazu das Verbrennen zu hindern, als zu beför-dern; denn ein zu starkes Blasen löscht das Feuer aus.