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an; allein es findet keine Mittheilung des Wärme-stoffs zwischen den einzelnen Lufttheilchen Statt. DieLust führt den Wärmestoff zwar fort, aber sie läßt ihnnicht bloß durch, woraus folgt, daß sie ganz undurch-dringlich seyn würde, wenn sie unbeweglich bleibenkönnte. Alles, was die innere Bewegung der Luftverhindert, vermindert auch ihre leitende Kraft. Auseinem angestellten Versuche erhellt, daß eine gewisseMenge Wärmestoff durch eine ^ Zoll dicke Wandoder Schicht eingeschlossener Lust in 9 ^ Minuten sei-nen Weg fand; durch dieselbe Luftschicht aber 21 §Minuten zu seinem Durchgänge gebrauchte, wennman Eiderdaunen, feines Pelzwerk oder feine Seidemit ihr vermischte. Diese Körper binden die Lustund machen sie unbeweglicher; wenn man aber einenleitenden Körper mit ihr vermischen wollte, so würdesie die Wärme leicht und schnell durchlassen.
Bei der Wahl der Körper, die man mit der Luftvermischen will, muß man auch auf die Zartheit undFeinheit ihrer Theile sehen; die feinsten und zartestenKörper sind die besten. Grobe Pferdehaare würdenden Zweck viel schlechter erreichen, als der feine Pelzdes Bibers. Wahrscheinlich hat auch die Naturmanchen Körpern noch eine verborgene Eigenschaftbeigelegt, daß sie weit schwerer den Wärmestoff durch-lasse, als andere von gleicher Beschaffenheit. Dieatmosphärische Luft ist aber nicht bloß ein Nichtleiterdes Wärmestoffeö, sondern auch alle andere, sowohlnatürliche, als künstliche Lustarten sind es, ja auch derDampf. Ein darüber angestellter Versuch bewies,daß nicht allein die kalte Luft, sondern auch der heißeDampf und die heißen Mischungen von Luft undDampf Nichtleiter des Wärmestoffö sind; aus meh-reren Untersuchungen, die Rumford damit anstellte,erhellte sogar, daß selbst die Flamme ein Nichtleiterist. Die Resultate dieser Versuche führten zu folgen-