Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Sparsiedeherd. 479

der Barratt der Kessel. Die Gestalt der Kessel mußso eingerichtet seyn, daß sie die innere Bewegung derFlamme befördert. Die Oberfläche des Kessels mußnicht allein so groß, als möglich, seyn, sondern derKessel muß auch eine solche Gestalt haben, daß dieFlamme mit Heftigkeit daran schlagen, sich daranbrechen, und darunter in Wellen und Wirbeln spielenkann. Die Hauptkraft der Flamme muß also gegenden Boden des Kessels gerichtet seyn, weil sonst dergrößte Theil des Wärmestoffö verloren gehen würde.

Ueber die Einrichtung der verschiedenen Küchenund Siede- oder Feuerherde, die der Graf von Rum-ford selbst gebauet hat, noch Folgendes: In derKüche des Arbeitshauses zu München hat nach neuererEinrichtung der große runde kupferne Kessel, der ne-ben dergroßen Küche in einer kleinern sieht, die vollkom-menste Einrichtung: sein hölzerner Deckel ist wohlfeil,einfach und dauerhaft, und schließt die Warme gänzlichein; seine Dampfröhre leitet alle beim Kochen erzeug-ten Dämpfe ab, und erhält die Lust in der Küche tro-cken und gesund. Zur Ableitung der von der aufge-gebenen Suppe aufsteigenden Dämpfe, dient ein höl-zerner, mit einer Klappe versehener Dampfschornstein,dessen Oeffnung oben in der Küche ist. Seine Klappewird durch eine Schnur geöffnet und geschlossen.Die einzige Verbesserung, die man bei dem Kessel nochanbringen könnte, wären Oeffnungen, um die Zügevereinigen zu können, ohne den Kessel selbst von derStelle zu rücken, welches eigentlich bei allen großenKesselherden der Fall seyn müßte. Diesen Kessel ge-genüber befindet sich eine Maschine zum Trocknen derKartoffeln. Mäßig gekochte, dann geschälte und inScheiben geschnittene Kartoffeln, die in dieser Ma-schine getrocknet werden, kann man mehrere Jahre con-serviren. Die acht eisernen Kessel in dergroßen Küchesind sehr gut angelegt. Der Ofen, der von dem Rauche