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Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Sparsiedeherd. 497

eine Einrichtung, die auch auf die Heißung eines Treib-hauses anwendbar ist, wenn es gleich in beträchtlicherEntfernung von der Küche liegen sollte, und auch hinund wieder in Deutschland, so z.B. in Berlin, ange-wendet worden ist. Der Rauch von dem Feuerherdewird wagerecht an den Seiten des Saals von einemEnde desselben zum andern geleitet, und so auch derDampf von dem Kessel. Die kleinere Röhre, worinder Dampf fortzieht, lauft mit der Rauchrohre paral-lel. Wenn der Saal nicht geheizt werden soll, so zie-hen Rauch und Dampf unmittelbar in einem über demFeuerherde befindlichen Schornsteine in die Luft. Deroben angeführte Schriftsteller ließ auch, um die Warmedurch den Saal gleichmäßig zu vertheilen, eine Be-kleidung von warmen wollenem Zeuge, drei bis vierFuß lang, an verschiedenen Stellen um die Dampf-röhre legen, und mit Knöpfen befestigen. Wo mandie Dampsröhre mit diesem Zeuge mehr oder wenigerumkleidet, da denn die Hitze nicht durchdringen kann,sondern weiter vorwärts geht, und die entfernten Theiledes Saals erwärmt. Die Dampsröhre ist gerade soviel aufwärts geschleift, daß das Wasser, welches ausder Verdichtung des Dampfes entsteht, wieder in denKessel zurückfließt. Nach diesen Grundsätzen wurdeauch ein Siede- oder Feuerherd angelegt, um eineder Hauptküchen in Dublin zu heitzen. Der wagerechteZug, in welchem der Rauch durch den genannten Saalzirkulirte, ist eine runde Röhre von Eisenblech, etwa7 Zoll im Durchmesser. Sie besteht aus einzelnenStücken von 12 bis 15 Fuß Länge, um sie desto leich-ter reinigen zu können. — Man hat dergleichenSparsiedeherde, Sparküchen, außer Mün-chen, auch hin und wieder schon in mehreren großenStädten Deutschlands angelegt, und sie nicht alleinfür den Küchengebrauch, sondern auch zu verschiede-nen andern Zwecken benutzt. Auch hat man jetzt be-