Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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506 Spaßmacher.

ziehen, der unter Narrengesellschaft oder Nar-renorden gehört, so mag hier noch Folgendes vonjener Republik stehen, welches sich auf das oben ange-führte Motto bezieht, und beweiset, wie der Spaßoder Scherz auf eine vernünftige Weise angewendet,und wenn er in den Schranken des Anstandcs bleibt,oft eine Wohlchat Vieler werden kann. Wenn z. B.Einer dem Andern in dieser Republik grob begegneteoder ihn zu seinem Schaden belog, so hielt man ihnfür unfähig ein Amt in diesem Staate zu bekleiden;wer aber den Andern aus eine scherzhafte und lustigeWeift auszog, und allerhand Späße erdachte, die Nie-manden beleidigten, den hielten sie für würdig, unterihre Mitglieder aufgenommen zu werden. Ihren Ver-sammlungsort nannten sie Gelds, welches Wort inDanzig ein Wirthshaus, in Polen aber ein verwirr-tes Geschrei des Pöbels bedeutet. Da nun in dieserGesellschaft jedes Laster und jede Schwachheit lächer-lich gemacht wurden, so wurde Babina in kurzerZeit.der Schrecken, die Bewunderung und der Zucht-meister der Polnischen Nation. Unter ihrem Schutzherrschte das gute Genie; der Witz wurde in diesemnordischen Klima verbessert; die Mißbräuche, die sichin die bürgerlichen Gesellschaften eingeschlichen hat-ten, wurden durch eine gut angebrachte Satyrs abge-schafft; die Mitglieder bekümmerten sich nur umDinge, von denen sie vorher viel gesprochen, aber we-nig verstanden hatten; Einer lernte von dem Andern,indem sie einander ihre Einsichten mittheilten, und siezum Gegenstände ihrer gesellschaftlichen Unterhaltungmachten; denn es befanden sich unter ihnen die klüg-sten Köpfe der Nation, die bei dem Adel und selbstbeim K önige im größten Ansehen standen. — Wenn da-her der Spaß oder Scherz immer in gewissen Gren-zen bleibt, so ist er nicht nur belustigend und vergnü-gend, sondern er wirkt auch wohlthätig auf manches