Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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532 Spath (Diamant-).

Klaproth wählte zur Untersuchung den Diamant-spath aus China, und unterwarf davon 300 Gran, ge-hörig vorbereitet, der Zergliederung; er konnte aber da-mit nicht eher zu Stande kommen, als nach einer zwölf-mal wiederholten Schmelzung mit Alkali, welches er,da es in mildem Zustande keines merklichen Angriffsfähig war, im kaustischen Zustande anwendete, nndzwar in einem, zuletzt bis auf fünfzehn Theile kausti-sches Mineralalkali gegen einen Theil des Diamant-spaths steigendenVerhältnisse, welche Mischungen jedes-mal fünf Stunden lang in dem stärksten Feuersgradeerhalten würden, den nur das silberne Schmelzgefäßauszuhalten vermochte. Nach jedesmaliger Schwelzung wurde die Masse mit kochendem Wasser auf-geweicht, filtrirt, und der geringe Antheil Erde, dendas Alkali aufgelöset hatte, durch Säure niedergeschla-gen , worauf das rückständige unzerlegte Steinpulverwiederholt durch kochende Digestion mit starken Säu-ren excrahirt wurde. Durch diese wechselweise mitätzendem Mineralalkali und concentrirten Säuren ange-stellten Behandlungen, wurde endlich der Diamant-- spath in seine Bestandtheile zerlegt. Das Resultatdieser Untersuchung besteht darin, daß derDiamantspath,nachdem er von dem eingesprengten Eisen befreit wor-den, welches den fünften Theil des Gewichts vom rohenSteine beträgt, aber noch nicht eigentlich zu seiner Mi-schung gehört, aus Alaunerde und einer besondern bisjetzt noch nicht bekannten Erde, in dem Verhältnißals 2 zu 1 verbunden besteht. Diese letzte Erde istnicht, wie eigentlich m erwarten stand, Kieselerde; dennwenn sie gleich mit dieser die Unauflöslichkeit gemeinhat, so unterscheidet sie sich doch dadurch wesentlich,daß sie im schmelzenden feuerbeständigen Laugensalzenicht wie die Kieselerde auflöölich ist. Ob sie abereine vielleicht noch nicht völlig zerlegte Mischung zweieroder mehrerer der bekannten einfachen Erden sey, oder