Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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540 Spath (Feld-).

steifer wurde, und bei der Abtrocknung zerfiel Alles zueinem ganz klaren, krystallinischen weißen Salze. Dadiese Erscheinung bei allen gleich war, so schüttete erdas Salz zusammen in ein Glas, goß reichlich Was-ser darauf, und stellte es in die Warme. Er merktebald hierbei, daß die eigentlichen salzigen Theile aufge-löset wurden, und daß sich ein schweres Pulver darauszu Boden sehte. Deshalb schüttete er die klare Salz-lauge ab und frisches Wasser auf das Pulver, undwiederholte solches etliche Male. Zuletzt brachte er Al-les auf ein Filtrum, laugte das darauf liegende Pul-ver sattsam aus, trocknete es, und erhielt davon 3Drachmen 48 Gran von einer weißen Erde, die, mitfixem Alkali geschmolzen, sich ganz in Wasser auflö-sete, und dadurch bewies, daß sie wahre Kieselerde war.Nach diesen Versuchen war nun Wiegleb imStande die Bestandtheile des Feldspachs von 1 Unzealso zu bestimmen:

Kieselerde 5 Drachm. 7 Gr.

Alaunerde 2 - 34 ,

Eisen — » 7 .

Verlust — . 12 -

8 Drachmen.

Nebst einer kleinen Portion Flußspathsäure.

Nachdem er diese schwierige Analysirung zu Endegebracht hatte, so fiel er darauf zu versuchen, ob nichtder Feldspath auf einen andern, einfacheren Wege zer-legt werden könne. Zu dem Ende vermischte er eineUnze zartes Feldspakhpulver mit 3 Unzen Weinstein-salz, und glühete es ^ Stunde lang durch. Als er dieMasse hernach pulverisirt und mit kochend heißemWasser übergössen hatte, so setzte sich ein guter TheilErde zu Boden, welche nach der Abscheidung, Aus-süßung und Trocknung 5 Drachmen 54 Gran wog.Die sämmtlichen alkalischen Laugen wurden mitSchwe-