542 Spath (feuchter). Spath (Fluß-).
Schwefelsäure in eine Retorte, und destillirte es biszur Trockne, wobei sich aber keine Spur von Fluß-spathsäure äußerte. Der Rückstand in der Retortewurde mit Wasser ausgelaugt, konnte aber aus derfiltrirten Flüssigkeit mit Alkali nichts niederschlagen.Die Schwefelsaure hatte daher nichts mehr ausgezo-gen. Die übrig gebliebene Erde hatte auch nichts vonihrem Gewichte verloren. Er ließ sie mit zwei TheilenAlkali eine halbe Stunde durchglühen, bis daraus eineweiche Masse wurde, welche sich in destillirtem Was-ser zugleich auflösete, und dadurch bewies, daß die übrig-gebliebene Erde eine wahre Kieselerde gewesen war.Auf diesem einfachen Wege muß auch unstreitig dasVerhältniß der Bestandtheile des Feldspathö am rich-tigsten ausgefallen seyn, welches nach WiegiebsVersuchen von 1 Unze auf folgende Weise berechnetwerden kann:
Kieselerde 5 Drachmen 13 GranAlaunerde 2 - 36 .
Eisen — - 8 -
Flußspathsäure vielleicht etwas mehr, als die man-gelnden drei Grane betragen können.
Da nun hieraus erhellt, daß darin das Verhältnißder Alaunerde stärker, als es gewöhnlich in der Thon-erde angetroffen wird, befunden worden ist, so wird derFeldspath um so mehr den thonichten Steinen unter-geordnet werden müssen. Weil Wiegleb darin keineKalkerde entdecken konnte, so darf man aus der er-schienenen Flußspathsäure nicht urtheilen, daß im Feld-spathe eine Portion Flußspath stecke, sondern dieseSäure muß hier mir der Kieselerde verbunden ge-wesen seyn.
Spach, (feuchter), weicherSpath, inderVieh-arzeneikunst, s. unter Pferd, Th. 110, S.268,273.
— (Fluß-), klnor rmueralis, kluor sxulliosus;