Spat- (Fluß-). 549
8) Das Uebcrbleibsel aus der, Retorten, daS schonmir destillirtem Waßer (§ 6) ausgelaugt war, wardzu wiederholten Malen mit Regenwasser gekocht, daszusammen 7 Kannen ansmachre, und Alles auflösete,was daS Wasser in sich nehmen konnte; denn dasLangensalz des Weinsteins fällte nichts aus demLetztem. Das Unanfgelösete betrug ein Viertheil derganzen Masse. Es ward sehr wohl gepulvert und mitSchwefelsaure calcinirt, bis es völlig ausgedünstetwar. Im Anfange gingen wieder eine Menge korro-siver Dünste von der Masse, die zugleich merklichaufschwoll. Nachdem das Gefäß abgekühlt war,nach dem Schlüsse der Arbeit, nahm Scheele dieMasse heraus, pulverte sie ganz sein, und kochte siein reinem Wasier, darin sie ganz und gar aufgelösetward. Zu etwas von dieser Auflösung wurde kaustischerSalmiakgeist gegossen, der nichts fällte; aber Laugen-salz von, Weinstein fällte eine wahre Kalkerde. EineKanne Feuchtigkeit, welche über diesem gefällten Kalkstand, ward abgedünstet, und gab schwefelsauren Wein-stein, 'sturturus vitriolutus. Das zugethane Laugen-salz hatte nun einen in Wasser aufgelöseten Selenitzerlegt. Das im Wasser unauflösliche Viertel waralso ein Flußspathpulver, welches nicht zu zerlegen war.
9) Der Flußspats» besieht also hauptsächlich ausKalkerde, mit einer eigenen Säure gesättiget, derenNatur weiter hin untersucht werde» soll. Die Alaun-erde und der Eisengehalt scheinen zufällig zu seyn.Synthetisch beweisen dieses folgende Versuche. Di-luirte Flnßspathsaure, die (§ 5) erhalten ward, wurdemit Kalkwaffer vermengt, da sich denn sogleich einanderes Präcipitat setzte. Als nichts mehr gefälltward, war das Wasser völlig rein. Das Präcipitatselbst hatte zwar kein krysiallisches Ansehen, verhieltsich aber dvcl> so, wie Flußspath. ES phoSphvreöeirte,wenn es auf eine» heißen Stein in einem dunklenZimmer geschüttet ward, ließ sich mit dem Löthröhr-chen schmelzen, und noch viel leichter mit einem Zu-sätze von Gyps. Wenn dieser durch die Kunst ge-machte Flußspath mir Schwefelsäure wieder zerlegtwird, zeigt er sich einerlei mit dem natürlichen-
to) Die weiße Materie, die sich unter den Arbeiten