Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spath (Fluß-).

eine weiße Rinde von Kieselerde sich darauf zu legenan« Als die Saure überzugehen aufgehört hatte,ward die Feuchtigkeit in der Borlage filtrirt, es wareine mit Wasser diluirte Flußspathsäure. Mit dieserward aus Kalkwasser ein künstlicher Flußspath ge-fallt, wie der vorige. Seine Säure ward mit Schwe-felsaure abgetrieben, wobei sich eben solche Umständeäußerten, wie bei den vorigen Versuchen. Die Ar-beit ward eben so fünfmal wiederholt; jedesmal ver-minderte sich augenscheinlich Kieselerde und überge-hende Säure, so daß nach der letzten Arbeit das Was-ser in der Vorlage kaum eine merkliche Spur vonSäure gab. Es hatte sich daher alle Flußspathsäurenach und nach mit Wasserkünsten vereiniget und dasKieselpulver ausgemacht. Wollte man einwenden, dieFlußspathsäure könnte -schon von Natur mit einemfeinen Kieselmehle vereiniget seyn, welches sie mitsich verflüchtige und endlich verlasse, wenn sie Gele-genheit habe, sich mit Wasser zu vereinigen; alleindann müßte die Flußspathsäure bei der ersten Destil-lation alle Kieselerde verlassen, die auf solche Art mitderselben verbunden wäre, und hätte daher für diefolgende Destillation nichts übrig, v) Bei einer Destil-lation von Flußspathsäure, indem man in der Vor-lage Alkohol statt des Wassers gebrauchte, entstandkeine Kieselerde; aber das Alkohol war sauer. 6) Beidergleichen Versuche, als in der Vorlage ein fettesOel befindlich war, drängte sich alle Flußspathsäuredurch die Zusammenfügung, vereinigte sich nicht mitdem Oele, erzeugte auch keine Kieselerde, e) Eben soverhielt es sich, wenn man in die Vorlage Schwefel-säure brachte. Wenn Kieselerde oder Kieselpulver nichtbei jeder Destillation erzeugt, sondern nur, nachdemes zuvor von der Flußspathsäure aufgelöset war, ab-gesetzt wurde, nachdem sich die Säure mit etwas an-dern, vereinigte, so würde sich auch das Kieselpulverzeigen, wenn es in Alkohol übergetrieben wird, da-mit es sich wie mit Wasser vermengt, welches abernicht geschieht; also kann nicht Alles, was sich aufdie Oberfläche des Wassers legt, in welches man dieFlußspathsäure übertreibt, zuvor in derselben Saureaufgelöset worden seyn.