Spath (Gitter-). Spath (Glas-). L55
Resultate erhalten wurden, als diejenigen waren, dieScheele mit seinem Flußspathe erhielt. Es ergab sichaus den Wenzelschen Versuchen, daß der Fluß-spath aus Kalkerde, Alaunerde, Eisen, ein wenig Was-serstoffgaö und aus einer besonderen Säure besteht,welche die Eigenschaft hat, sowohl die Kieselerde desGlases, die Alaunerde, das Eisen, als auch die Massedes ächten Porzellans aufzulösen und bei gelinderWärme zu verflüchtigen. Diese Säure führt den Na-men Flußspathsäure. Ueber die Eigenschaftendieser Säure rc. sehe man den Art. Salz (fluß-spathsaures), Th.133, S. 453 u.f. nach. Auchmehrere andere Chemiker haben mit dem FlußspatheVersuche angestellt, die mehr oder weniger die obenangeführten Resultate gaben.
Chemische Mineralogie, oder vollständige Geschichteder analytischen Untersuchung der Fossilien; vonKarl Friedrich August Hochheimer, rrBd.,Leipzig, 1792, S. 471 u.f.
Wenzels chemische Untersuchung des Flußspathes.Dresden, 1735.
Spath, (Gitter-), eine Spathart, welche ein git-terförmiges Gewebe hat, zum Unterschiede von demBlätterspathe.
—7 (Glas-), 8patlruin vitrvum, 8patlium 80-licluui; Fr. 8pal!i vitreux, eine Benennung desFlußspaths. Wallerius, der in seiner Minera-logie den Flußspath nicht anführt, führt dagegen denGlasspath auf, der nach der Beschreibung nichtsanders, als der oben abgehandelte Flußspath ist.Gerhard, in seinen Beiträgen zur Chymieund Geschichte der Mineralogie, Theil 1,S. 91, macht den Namen Glaöspath zu einem Ge-schlechtsnamen der Edelsteine und weißen Halbedel-steine, weil solche aus lauter übereinander liegendenBlättern bestehen.