Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spath (Säulen-.) 561

schmelzen konnte. Es war ein Gran Feuchtigkeit über-gegangen, vom alkalisch flüchtigen Bestandtheile wurdenichts bemerkt. Nachdem die Retorte kalt war, wurdedas Pulver mit 40 Gran concentrirter Schwefelsaureübergössen, es schäumte stark und erhitzte sich. EineVorlage mit vorgeschlagenem Wasser wurde in derAbsicht daran befestiget, um zu erfahren, ob vielleichtFlußspathiaure übergehen möchte. Es wurde aber nichtsbei der Destillation davon bemerkt. Das in der RetorteZurückgebliebene wurde mit heißem Wasser digerirt.wobei sich ein gelber Ocher am Glase abfetzte. Eswurde siltrirt und abgedampft, und darauf Selenit er-halten, welcher durchs Filcrum abgesondert wurde.Von der Masse hatten sich 10 Gran aufgelöset. DieLauge wurde weiter abgedampft und der Figur nachunbestimmte Krystallen erhalten, welche noch einmalaufgelöset, filtrirt und krystallisirt wurden, woraufAlaune und Bittersalz anschoß. Jedes dieser Salzewurde mit Alkali präcipitirt, der Präcipitat auögesüßtund getrocknet. Ersterer, welcher Alaunerde war, wog2 Gran, und Letzterer, oder die Bictererde, 1^- Gran.Der Rückstand, oder die 19 Gran auögefüßter Erde,wurde mit reiner Schwefelsäure übergössen, durch dieDigestion lösete sie ^ Gran auf und wurde goldgelbgefärbt, welches vom Eisen herrührte, und durchGall-apfelpulvec und Berlinerbläulauge bewiesen wurde.Diese 18^ Gran ausgefüßte Erde wurde mit viermalso viel reinem Weinsteinsalze geschmolzen, es war dünnegeflossen und lösete sich zur Kieselseuchtigkeit auf.Von Schwererde hat Bindheim nach folgen-den angestellten Versuchen nichts weiter entdeckt.Eine Drachme gepülverter Säulenspath wurde miteiner Drachme Kohlenstaub zu einem Teige gemischt,meinem verdeckten Tiegel eine Stunde lang dem Feuerausgesetzt, darauf in Salpetersäure aufgelöset, dige-rirt, filtrirt und mit fixem Alkali niedergeschlagen. Dercvec. rechn. Enc. Theil 01.VI. N n