Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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560 Spath (SäulenH.

letzter« die zwei scharfschneidigen Seiten gleichsam ab«geschliffen sind, wodurch dann zwei schmale und vierbreitere Flächen gebildet werden. An beiden Endensind sie immer gerade abgestumpft, und an diesen, wennsie zufällig hervorragen, erscheinen beide Figuren nocham deutlichsten. Ihre Farbe ist größtenkheils weiß,doch trifft man auch meergrüne, bläuliche und stroh«farbige an, wenn die Letztem wie breitgedrückte Stroh»Halme innen liegen. Gegen den Rauch haben sie, nachder Bemerkung des Herrn von Fichtel, eine starkeAnziehungskraft; denn er fand seine in einem räuche-rigen Bauernhause über Nacht abgelegte vollkommenweiße Prismen des Morgens schön rosenfarbig, welcheFarbe sich auch nicht wieder verlor, nur ihre Schön-heit schwindet nach und nach, sie wird brauner. DerGlanz hat ein atlaSweißes Ansehen, und ist sehr stark,hat jedoch auch seine Grade. UebrigenS sollen diePrismen des SaulenspatheS mit dem Stangen«spathe von Lorenz Gegentrum bei Freiburg dem äu-ßerlichen Ansehen nach vollkommen übereinkommen,nur daß dieser in der Quere nicht gestreift ist, und imQuarze liegt. Im Feuer flössen auch seine Prismenvor dem Löhkrohre, und kochten mit Aufwallen, wo-gegen der Sächsische Stangenspath, als eine zumGypse gehörige Schwerspathart vor dem Löthrohrenicht floß. Bindheimhat diesen SiebenbürgischenSäulenspath auf folgende Weise zerlegt.

Zwei Drachmen im Glasmörser zu Pulver geriebe-ner Säulenspath wurde mit Wasser ausgekocht undfliltrirt. Von dieser Flüssigkeit wurde Lackmus- undFernambuckpapier nicht verändert. Mit aufgelösetemWeinsteinsalze siel kein Pracipitat, von der salpeter-sauren Silberauflösung wurde sie milchicht, und eineessigsaure Schwererdenauflösung trübte sie ein wenig.Dreißig Gran pulverisirten Säulenspath wurde in einerGlasretorte in ein offenes Feuer gesetzt, wobei er nicht