Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spath (Sedativ-). 563

Steinkrysiallen, welche in einem lockern, röthlichenGypse, der die Wände jener Kluft ausmacht, sitzt,und herausfällt, wenn man ihn losbricht. Längst wa-ren diefe Krystalle in Lüneburg unter dem NamenWürfelstein bekannt, und ehemals fo häufig, fo weniggeachtet, daß man sie zu gmzen Karren voll in denGypSofen fuhr, brannte, pülverte und als GypS ver-kaufte. Sie würden daher nur dort allein gebliebenseyn, wenn nicht der Lieutenant Lasius das Publi-kum auf diefe mineralogische Seltenheit aufmerksamgemacht, und sie zuerst unter dem Namen kubischeQuarzkrystallen beschrieben hätte. Was die äußerenEigenschaften dieser Krystallen anbetrifft, so ist dieGröße derselben sehr verschieden; die kleinsten habeneine Linie und die größten 4 Englischen Zoll im Durch-messer. Die Figur derselben ist eigentlich kubisch; beiden kleinsten ist diese Figur vollkommen, und mantrifft selten einen an, dessen Kanten abgestumpft wä-ren. Bei den größeren, vorzüglich bei denen, die sichvöllig erhalten haben, ist durch die Abstumpfung ihreracht Körperwinkel und ihrer zwölf Kanten ein Körpervon sechsundzwanzig Seiten entstanden. Es findetsich mehr als eine Verschiedenheit in der Art, wiediese sechöundzwanzig Seiten gebildet sind. IhreFarbe ist bei den mehrsten weiß, bei einigen aber grau-lich, bei andern fast amethyst- oder aquamarinfarben.Einige Wenige sind ganz durchsichtig, andere halbdurchsichtig, die mehrsten aber undurchsichtig. Beiden mehrsten ist die äußere Rinde zerfressen, und sel-ten findet man einen Krystall, der sich ganz erhaltenhätte; ja, bei einigen scheint der Stoff, der die äußereRinde zernagte, auch in das Innere eingedrungen zuseyn, und dann zerfallen sie bei einem Hainmerschlageleicht in ein gröbliches Pulver, das unter der Lupemehr strahlichr, als blättericht aussieht. Die Krystalli-sation dieser Steine ist indeß nichts weniger als strah-

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