Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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564 Spath (Sedativ-).

licht; sie bestehen aus lauter Lamellen. Westrumbbesaß einige Krystalle, an deren Seiten etwas abge-stoßen ist. Hier konnte man deutlich die verschiedeneLage erkennen, die das Ganze bildete. Einer unterdiesen schadhaften Steinen zeichnet sich vorzüglichaus; er war es, an dem er zuerst die Bemerkungmachte, daß das Gefüge der Krystalle lamellöe sey.Die äußere Lage dieses Steins stehet an einigen Stel-len so sehr von dem inneren Kerne ab, daß man füg-lich mit einer feinen Nadel zwischen dieser Decke unddem Kerne herumfahren und Alles untersuchen kann.Diese Decke zeigt sich unter der Lupe als Lage anLage, Blatt an Blatt. Der innere und entblößte Kerndieser Steine hat genau die Figur der äußern Sei-tenflächen, er ist abgestumpft und vielseitig, wie sie.Westrumb besaß außer diesen Krystallen noch ei-nige andere, die in anderer Hinsicht merkwürdig sind,und welche gleichfalls nicht vollkommen, aber dochnicht schadhaft sind. An den Stellen, wo ihnen etwasfehlt, haben sie trichterförmige Vertiefungen, die ausvier gleichen Seitenflächen bestehen, und eine voll-kommene Gleichheit mit den pyramidalen Kochsalz-krystallisationen zeigen. Wahrscheinlich besteht derganze und vollkommene Kubus aus ineinander gescho-benen Pyramiden, und bestätiget so die MeinungBergmanns, die er von der Entstehungsart derkubischen Krystallisation hegte. Die Krystallen sindbeträchtlich hart, rißen Glas, und schlagen mit demStahle lebhaft Funken. Ihre Schwere ist nicht be-trächtlich ; sie gleichen in diesem Stücke dem Quarzund weißen Feldspathe. Westrumb fand sie bei meh-reren Versuchen gegen reines Wasser wie 2,566:1,000. Kurz sie glichen, ihren Eigenschaften nach, inmancher Hinsicht dem Quarze, in andern dem Feld-spathe; am mehrsten kamen sie aber mit dem ganzweißen Diamantspathe überein. Die Versuche, die