Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spaziergang. 607

Gärten, in welche die abgetragenen Festungswerke der»wandelt worden; dann auch in der Umgegend. —Potsdam hat sehr anmuthige Spaziergänge, sowohlin der Stadt, als auch vorzüglich in der Umgebung.Hier haben sich Natur und Kunst vereiniget, um denLustwandler zu überraschen, und ihm auf seinen Pro-menaden Vergnügen zu gewähren. Die Promenadenin dem Lustgarten, mit dem Bassin; in demselben ge-wahrt man Neptun und Amphitrite auf einem mitSeepferden bespannten Wagen aus Stein gehauenin kolossaler Größe. Die schöne Lindenallee am Was-serthore, die Garnisonplantage, ein mit doppelten Rei-hen Platanen, Ahorn und Pappeln bepflanzter Platz.Die Promenaden auf dem Wilhelmsplatze. DerPlatz bildet ein längliches Viereck, mit Pyramiden,Platanen, Pappeln, Linden und andern Bäumen inverschiedenen Gängen eingefaßt. Die schönen Pro-menaden in dem weitläuftigen, geschmackvoll mitBäu-men aller Art, Orangerie, Tempeln, Bildsäulen rc. ge-schmückten Garten des Königl. LustschlossesSanssouci, dem Lieblingsaufenthalte Friedrichsdes Großen; die Spaziergänge in dem Garten desKönig l. Marmorhauses am heiligen See;die Spaziergänge auf dem Brauhausberge rc. rc. Hiermehrere Spaziergänge anderer Städte anzuführen,von denen die kleinern oft durch die Natur weit reich-haltiger damit bedacht worden, als weit größere Städtedurch Anlagen der Kunst, würde zwecklos seyn undvon dem eigentlichen Zwecke dieses Artikels zu weitentfernen. Die oben angeführten Beispiele von Spa-ziergängen in großen Städten sollen nur beweisen,daß eine jede Regierung so viel, als möglich, dafürsorgt, Spaziergänge um die und in den Städten an-zulegen, damit die Einwohner sie zur Erholung undzum Vergnügen benutzen oder besuchen können; jaman geht jetzt noch weiter, indem man auch die Wege