Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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608 Spaziergang.

nach den, den großen Städten nahe liegenden Dörfern,die deren Umgebung bilden, zu Promenaden umwan-delt, das heißt, zu beiden Seiten des in eine Chausseeverwandelten Fahrweges Baume seht, und die Seiten-wege für die Fußgänger mit feinem Kies bestreut, sodaß sie unter den schattigen Bäumen den angenehmstenSpaziergang bilden; und da gewöhnlich zu beidenSeiten hin und wieder Häuser in einem guten Style,ja oft die schönsten, geschmackvollsten Landhäuser rc.rc.gebaut worden, so wandelt man in angenehmer Um-gebung ^,^rc. Meilen, so entfernt ein solches Dorfvoneiner Residenz- oder Hauptstadt rc. liegt, bis zu dem-selben fort, und hat zu beiden Seiten freie Aussichtenauf schöne Getreidefelder, Gärten, Anhöhen, kleineFlüsse und Teiche, Mühlen, Dörfer rc., gewiß dieschönste Erholung, noch besser, wegen der Abwech-selung und reinen freien Luft, die oft in dickbelaubtenund beschatteten Gärten und auf den Promenaden inden Städten fehlt. Dergleichen schöne Promenadenhat Berlin nach den Dörfern Schöneberg, Weißensee,Pankow, Schönhausen rc. rc. Zu beiden Seiten desWeges nach dem ersteren Dorfe, besonders zur rechtenSeite von dem Potsdamer oder Leipziger Thore aus,liegen die schönsten Landhäuser und andere großestädtische Gebäude, und so findet man die Wege auchbei vielen andern großen Städten, die zu den Dörfernführen, wo sich die Städter zu belustigen pflegen. —Auch die Kirch- oder Friedhöfe, Gottesäcker,fängt man in neuester Zeit an so einzurichten, daß sieBlumengärten mit Promenaden gleichen. Man suchtjetzt die ehemals etwas abschreckenden kahlen GrabeS-hügel, die sich auf dem weiten Raume der öden, nurhin und wieder mit Gras bewachsenen, Kirchhöfe, diegleich Sandhügeln in der Wüste dastanden, mit Rasenund Blumen zu schmücken, legt mit Bäumen be-pflanzte und mit Bänken besetzte Spaziergänge darauf