Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spaziergang. 611

will genießen, will sich erholen. Am besten ist es, dieSpaziergänge an oder in solchen Theilen der Stadtanzulegen, wo ein Fluß vorbei fließt, weil solches denSpaziergang noch interessanter macht, da auf einemFlusse, ohne seine eigene Lebendigkeit, das Dahinrau-schen, und die in ihm lebenden Fische und andern Was-serbewohner, auch das Leben auf demselben iüKäbnenoder andern Fahrzeugen rc. viel Unterhaltung gewährt.Zur Besetzung der Spaziergänge wählt man gewöhn-lich Laubholz, wie auch schon oben, S. 590, angeführtworden. Zu den dunklen, schattigen Gängen Kasta-nien, Eichen, Buchen, Ulmen oder Rüstern, Linden rc.;zu den mehr lichtern Pappeln, Birken, Erlen, Weiden,Acazien, Ahorn rc. rc.; auch wählt man mitunter Na-delholz, wie Fichten, Lerchenbäume rc. In neuesterZeit hat man der Pappel bei den Alleen oder einzelnenPromenaden auf großen Plätzen in den Städten, odervor den Thoren zu den Seiten der Chausseen rc.rc. denVorzug gegeben, weil sie sehr schnell wächst und injedem Boden, selbst in bloßem Sande, sehr gut fort-kommt; auch ihre pyramidenartigc Gestalt oder Wuchsderselben ein schönes Ansehen giebt. Man gebrauchthierzu von den Pappelarten die Silberpappel,1'c>j>ulu8 rrlk)3, I^iun.; die weiße oder grauePappel, koziiilus oaiiesoeus, ; und hinund wieder auch die Zitterpappel oder Espe,1'oj)nI,i8 treninlu, jedoch sind die beiden

zuerst erwähnten Arten die gewöhnlichsten, die man amhäufigsten findet, nur soll dieser Baum sehr dem Rau-pensraße ausgesetztoder unterworfen seyn. DieBäumezu den Promenaden :c. werden aus den Pflanzschu-len genommen und dann gleich an Ort und L-telle ge-setzt, mit Pfählen gestützt, und fleißig begossen, damitsie gehörig anwurzeln; sobald sie festgewurzelt sindund kräftig zu wachsen beginnen, auch schon eine ge-wisse Höhe erreicht haben, werden die Stützen wegge

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