612 Spaziergang.
noinmen. — Der Rasen wird zu beiden Seiten desSpaziergangeS aus-, ab-, oder weggestochen, so daßnichts den Spaziergänger auf seinem Wege hindert.— Ferner müssen Spaziergänge auch gewisse Ruhe-punkte haben, sobald sie von großer Ausdehnung sind,Bänke und Zelte oder Häuser, in denen man Er-frischungen haben kann. Erstere kann man auch aufkleinen Spaziergängen anlegen. Bänke ganz vonStein sind nicht zu empfehlen, weil sie leicht zu Er-kältung Veranlassung geben; denn der Stein, beson-ders wenn eS des Nachts geregnet haben und er sehrnaß geworden seyn sollte, behält eine solche Kälte,wenn er nicht durch die Sonnenstrahlen wieder er-wärmt worden, die man durch den Rock und doppeltenBeinkleider fühlt, wogegen er wieder durch die Son-nenhitze so erwärmt wird, daß man des Mittags aufihn nicht sitzen kann. Daher ist das Sitzbrett ambesten von Holz, welches man im Spät-Herbste in derRegenzeit, und im Winter aufklappen und anschließen,oder es ganz fortnehmen kann. Bie Blöcke oder Füße,worauf das Brett ruhet, können von Stein seyn. DerAnstrich des Sitzbrettes und der Lehne mit Oelfarbe,ist am besten grün oder grau, und wird eben so ge-macht, wie es oben, unter Spallier, S. 142, ist be-schrieben worden. Die Büsten, Bildsäulen, sind eineZierde, die Promenaden nicht gut entbehren können,wenn sie aufSchönheit Anspruch machen sollen. Nurmuß die Wahl auch dem Vergnügungs- oder Erho-lungsorte entsprechen. Gewöhnlich verziert man dieöffentlichen Spaziergange mir Bildsäulen aus derGöttergeschichte oder Götterlehre, Mythologie, unddieses ist auch, wenn es eine Flora, Diana, Ce-res, Venus, Hygea, die Hören, Grazien, einApollo, Amor, Endymion, Satyr rc. ist, sehrpassend, wenn sie in Lauben zur Seite der Spazier-gänge, oder auf freien Plätzen in der Mitte auf dem