Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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622 Spaziergänger. Spazierreise.

was Baumwolle oder Leder um den Draht windet,und denselben in der engen Röhre vor- und rückwärtsschiebt. Wiederholt man dieses Verfahren von Zeit zuZeit, so wird sich die elektrische Ladung länger imStocke erhalten. Man kann auch in die große Glas-röhre noch eine kleine stecken, in der sich der Drahtverschieben läßt, indessen die äußere Röhrenhälfte mitSilberplättchen belegt wird, oder wie an den Mode-stöcken mit Metallschnüren bewickelt ist, auf welcheWeise die Sache besser von Statten geht. —

Spaziergänger, derjenige, der zu seinem Vergnügenoder zur Erholung seines Körpers und Geistes die öf-fentlichen Oerter, die der Erholung gewidmet sind, be-sucht, sich mit Umhergehen daselbst belustiget, oderüberhaupt nur um die Zeit hinzubringen, zu todten, inder Stadt, in den Straßen, auf öffentlichen Plätzen,Promenaden, Gärten rc. umherwandelt.

Spazierort, Spazierplatz, ein Ort, der zum Spa-zierengehen bestimmt und eingerichtet ist, auf wel-chem man sich im Gehen erholen kann. Hierzu wer-den nicht nur die öffentlichen, mit Bäumen besetztenPlätze, sondern auch die einzelnen Promenaden ge-rechnet, die hin und wieder in den Städten und au-ßerhalb den Thoren derselben angebracht worden. Auchjeder freie Platz, in sofern das Erdreich darauf nurfestgemacht, überhaupt der Platz nur geebnet, wenngleich nicht mit KieS beschüttet und überfahren worden,führt den Namen Spazierort, weil er zu diesemZwecke benutzt werden kann; s. oben, den Art. Spa-ziergang.

Spazierplatz, s. den vorhergehenden Artikel.

Spazierreise, eine Reise zum Vergnügen, zur Erho-lung, jedoch nur auf einen oder einige Tage, in derUmgegend seines Wohnortes; denn jede weitere Reise,wenn sie gleich auch zur Erholung geschieht, hat nichtallein immer noch andere Zwecke, wie z. B. Länder