Specereihandel. b29
teste Handelönation in Asten, hatte auch diesen Han-del in Händen; sie brachten Specereien nach Afrikaund nahmen dagegen diejenigen dieses Welttheils mitnach Asien. Auch ward der Handel mit Specereiwaa-ren besonders stark inAegypten unter den Ptolo-mäern betrieben, zu welcher Zeit der Haupthandels-plah in diesem Reiche Alexandrien war, auf welchemPlahe man alle Waaren feil hatte. Unter der Regie-rung derKleopatra kam der Specereihandel nochmehr empor, weil sie sehr luxuriös war, und der Duftvon Specereien unter ihrer Regierung zur Mode ge-hörte; sie erhob den Handel mit Luxuöwaaren, denHandel der Verschwendung, wie sich ein alterSchriftsteller nicht unpassend ausdrückt. Hier nur einBeispiel von ihrer Verschwendung. Als sich Anto-nius in Cilicien befand, befahl er ihr zu ihm zu kom-men, um Rechenschaft von dem abzulegen, worübersie beschuldiget worden, nämlich über die Hülfe, die sieseinen Feinden geleistet haben sollte. Kleopatra,welche schon den Charakter des Triumvirs hatte ken-nen lernen, wollte ihn durch das Auge fesseln. Sieschiffte sich daher auf dem Flusse Cydnuö ein, um sichnachTirsuö zu begeben, wo An tonruö sie erwartete.Das Schiff, worauf sie sich befand, war von außer-ordentlicher Pracht, die nicht ihres gleichen hatte. DieSegel waren von Purpur; das Vordertheil funkeltevorigem Glänze des Goldes, womit es ganz bedecktwar, und seine Ruder, die nach dem Takte bei demSchalle musikalischer Instrumente bewegt wurden,waren mit Silber belegt. Kleopatra selbst lag un«ter einem von Golde gewebten Zelte, wie die Venusgekleidet; ihr zur Seite junge Kinder, die kleineAmors vorstellten, welche die Lust herum mit Fä-chern kühlten. Ihr weibliches Gefolge erschien alsNymphen und Nereiden, und aus dem Schiffe stiegein so angenehmer Dust der köstlichsten Specereien nr