Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Specereihanvel.

ihnen sowohl verhandelt, als eingehandelt wurde. AusIndien und Aethiopien tauschten die Aegyptier gegengeringe Waaren von wenigem Werthe Gold, Rauch-werk, Ebenholz, Elfenbein, Zimmet, Perlen, Diaman-ten rc., lauter Droguereiwaaren; so brachten sie ausIndien eine große Menge Gewürze und Specereienzur Malerei und Arzneikunst. MendeS war wegen sei-ner vortrefflichen Specereien und wohlriechenden Sal-ben berühmt. Von dieser Stadt aus wurden bedeu-tende Zufuhren von diesen Gegenständen des Luxusnach Griechenland, Italien und anderen fremden Län-dern gebracht.

In Asien hatten die Phönicier, wie schon oben an-geführt worden, den ganzen Handel, und so auch denSpexereihandel in den ältesten Zeiten in Händen, be-sonders wurde er in den Städten Tyruö, Sidon, Ara-dus, Tripoli, Bybluö und Berytus betrieben, worun-ter die beiden ersten, als die reichsten und mächtigstenhervorragen, besonders Tyrus, die sich eine Königindes Meeres nannte, welches ihr gleichsam von allenVölkern der Erde einen Tribut zuführte, wozu die glück-liche Lage dieser Stadt, die Bequemlichkeit und Größeihrer Häfen, die Gemüthsart ihrer Einwohner, welchefleißig, arbeitsam und gegen Fremde sehr gefällig wa-ren, sehr viel beitrug, und die Kaufleute aus allen Thei-len der Welt an sich zog, so daß man sie nicht als dieStadt eines Volkes, sondern aller Völker, und als denMittelpunkt der Handlung betrachten konnte. AlleNationen von den äußersten Grenzen Arabiens, Per-siens und Indiens bis an die entlegensten abendländi-schen Küsten; von den mitternächtlichen Gegenden bisan Aegypten, Aethiopien und die mittäglichen Län-der trugen zur Vermehrung ihrer Reichthümer, ihresAnsehens und ihrer Macht etwas bei. Alles ward ausihr- Märkte gebracht, welches dem Luxus angehörte,besc.^erö viele Specereiwaaren. Im Ezechiel, Kap.27, v. 12 — 25, steht ein Verzeichnis der Lyrischen