Specereihandel. 633
mit denselben, nach einem andern Schriftsteller, gezogenseyn sollen. Der vornehmste Handel zwischen Indienund Persien mit Specereiwaaren ist über Candahar,welche Stadt lange Zeit der Stapelplatz der IndischenWaaren gewesen, und dadurch den Handel der ganzenbenachbarten Gegend an sich gezogen hat, getrieben wor-den; eben so trieb auch Kabul, welches auf einige Zeitdie Residenz der Indischen Könige gewesen, einen großenSpecereihandel. Auch die Römer suchten bald auf ihrenZügen nach Asien, und nachdem sie den Luxus der Asia-ten hatten kennen lernen, den Indischen Handel sichanzueignen; besonders stark trieben sie ihn unter derRegierung der Kaiser bis zum Kaiser ProbuS. Erwurde zu dieser Zeit durch Aegypten nach Indien ge-trieben; denn als Firm uS, unter dem Kaiser Aure-lian, sich Alexandria'S bemustert hatte, so bediente ersich dieser Gelegenheit, Kauffahrer nach Indien zuschicken, und diese Handlung hat nicht wenig dazu bei-getragen, demFi rmu s die großen Schatze zu verschaf-fen, von denen der Geschichtsschreiber Vopiscusredet; seit dieser Zeit ward die Handlung, durch diehäufigen Kriege der Römer mit den Deutschen, ganzvernachlässiget, bis sie endlich mit Aegypten, im JahreChristi 640, an die Sarazenen gekommen. Dann istder Indische Handel, und insbesondere der Specerei-handel, zwischen den mitternächtigen Theilen von Asienund Europa, sowohl zu Lande vermittelst der Karava-nen, als über das mittelländische, schwarze und kaö-Pische Meer, vermittelst vieler dazwischen liegendenStröme in alten Zeiten getrieben worden. — DerHandel der Carthaginenser mit Specereiwaa-ren, so wie mit Edelsteinen, Gold, Perlen rc. war sehrwichtig, und wurde stark betrieben. Der Handel so-wohl damit, als mit den Importen, wurde nach denSpanischen, Mauritanischen und Gallischen Küsten,bis über die Meerenge und die Säulen des Herkules