Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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634 Specereihandel.

betrieben. Sie waren gleichsam die Factoren allerVölker, und Carthago die gemeinschaftliche Nieder-lage der morgenländischen, abendländischen und mit-täglichen Welt. Ihr Handel wurde nach dem Zeug-nisse desHerodotö und Thucydides selbst überdenTyrischen erhoben.— Der Handel der Grie-chen war nicht unwichtig, weil er, nach dem Hesio-dus, bei ihnen sehr in Ehren gehalten wurde, manbetrachtete ihn als eine Sache, welche die Gemächlich-keit von außen in ein Land bringt, welcher Vereini-gung mit den Königen stiftet, und in vielen Dingeneine Kenntniß giebt. Von einigen Kaufleuten wurdensogar große Städte gestiftet. Auch große Gelehrtentrieben bei ihnen Handel, wie Thales,Hippocra-tes, der Mathematiker, und Plato, welcher auf sei-ner Reise nach Aegypten sein Oel verhandelte. DerSpecereihandel war eben so wichtig bei ihnen,wie der andere Handel, und da sie eben sowohl denLand- als den Seehandel betrieben, so konnten sie dieWaaren auch überall hinbefördern. Die IndischenSpecereiwaaren erhielten sie durch Karavanen ausSyrien, wie es noch jetzt zu Smyrna geschieht, vonhieraus wurden sie Vortheilhaft durch Europa vertheilt.Als die Athenienser sich an den Ionischen Küsten ge-setzt, so wollten sie allen Handel allein an sich ziehen,und hatten daher die Insel Argien zu Grunde gerich-tet, deren Einwohner diesen Handel vorher am stärk-sten getrieben, und sich dadurch ungemein bereicherthakten. Mit den Deltern verfuhren sie auf gleicheWeise, nur den Korinthern konnten sie die Handlungniemals ganz entziehen. Viele Specereiwaaren brachtedie Insel Naxos, jetzt Naxia, hervor, oder man fandsie auf derselben, wie Oele, Limonien, Zedern, Citro-nen, Granatäpfel, Feigen, Schmergel; Lesbos brachtePech ; Chios Feigen, Mastix; Leros Aloe; Lemnosdiebekannte Siegelerde, loiuu j6om,uia oder ;