Specereihandel. W
macht, war, daß sie auch hier den Gebrauch der See-karten und des Kompasses antrafen. Das ArabischeReich hat große Bequemlichkeiten, die OrientalischenWaaren zu Lande durch dieCaravanen zu bekommen;denn da es an Indien gegen Morgen grenzt, so giebtes keine Waare dieses Landes, die es nicht über Ka-bul und andere Grenzstädte erhalten könnte. Auch derinnere Handel in den weitläufigen Provinzen des Ca-liphatS war von großer Wichtigkeit, und wurde sowohldurch die Flüsse Euphrat und Tiger, und verschiedeneKanäle zu Wasser, so wie zu Lande durch die wohl-eingerichteten Karavanen befördert. Nach der Thei-lung des Arabischen Reiches in zwei Caliphate, nämlichin das Occidentalische und Orientalische, wirkte dieseTrennung auch auf den Specereihandel, so wie aufdenHandel überhaupt; indessen erhielt sich derselbe dochnoch in den neuen Persischen, Türkischen und Tar-tarischen Staaten, die nach und nach aus dem Bag-dadschen oder Orientalischen Caliphate entstanden; dasOccidentalische oder Aegyptische Caliphat war nochmehreren Staatöveränderungen unterworfen, als dasBagdadsche, indem eö Anfangs seine eignen Caliphenhatte, die jedoch die Oberherrschaft des BagdadschenCaliphatS anerkannten; dann traten unumschränkteSultane aus dem Geschlechte Saladins an dieStelle, u. zuletzt ward es von den Mamelucken beherrscht,deren Herrschaft der Türkische Kaiser, Selim derErste, im Jahre 1517 ein Ende machte. Derganze Handel Aegyptens, und so auch der Specerei-handel, war schon durch die Bedrückung der Griechi-schen Kaiser geschwächt, erlitt aber einen großenStoß, als Omar, der zweite Caliph, im Jahre 640durch seinen General Amrou Alexandrien, und durchdie Eroberung dieser Hauptstadt auch ganz Aegyptenbekam. Der Handel von Alexandrien zog sich nunnach und nach nach dem neu erbaueten Cairo, und