664 Specereihandel.
S. 19 u. f. nach. Die Dänen haben es in neuererZeit ziemlich so weit gebracht, daß sie ihren Handelallein treiben können; sie schiffen unmittelbar überallherum, wo sie Vortheile in Betreibung ihres Handelserlangen können; den sie besonders mit Specereien rc.führen. — Schweden hat sich viele Mühe gegeben,es ihnen hierin nachzuthun, und die Hanseestädte Ham-burg, Lübek, Bremen, welche, wie Holland, mit derOekonomie-Handlung zu thun haben, wie auch schonoben, S. 648, angeführt worden, die sie aus Nordenin die Europäischen MittagSländer, und von diesenwieder nach Norden treiben, haben den Holländern gro-ßen Abbruch gethan. Sie wissen es, besonders Ham-burg, so einzurichten, daß sie ihre Niederlagen mit denGattungen von Specereien, Droguereien und von denWaaren und Früchten, sowohl aus dem mittäglichenEuropa, als aus beiden Indien, die zur Handlungnach dem Norden und in einemTheile von Europa nöthigsind, hinlänglich versorgen, ohne daß der größte Theildavon, wie ehemals, durch die Hände der Holländergeht, die dazu nichts weiter, als die Gewürze liefern.Die vornehmsten Specereien und Droguen, die nachRußland gehen, sind: Gewürze, Zucker, Indigo, alleGattungen Farbehölzer, Juwelen, Früchte, Baumöl,Zinn, Bley, dann Nadlerwaaren, Mode- oder Galan-keriewaaren, Weine, Branntweine rc.rc. Dagegen lie-fert Rußland, Wachs, Hanf, Pech, Theer, Masten,Pelzwerk, Juchten, eingesalzene und getrocknete Leder,Unschlitt, Caviar, Fischbein rc.—Die Handlung nachNorwegen war für Holland ein sehr wichtiger Han-delszweig; der tstapelort ist Bergen. In neuester Zeithat sich der Handel mit diesem Reiche auch sehr ge-ändert, und Holland hat nur noch einen geringen An-theil, indem jetzt die andern handeltreibenden NationenTheil genommen haben. Man führt dahin Weine,Branntweine, Gewürze, Apothekerwaaren, oder Spece-