Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Specereihandel. 663

die eingeführten Waaren überschritten demnach dieAusfuhr um 131,699 Rubel. Seit der Vergrößerungder Engländischen Marine brauchen die Engländervon den Materialien zum Schiffbaue und zur Aus-rüstung der Schiffe zehnmal mehr, als vor Zeiten,und diese Materialien liefert größtentheils Rußland,ehemals durch die Hände der Holländer, und jetzt holenes sich die Engländer selbst, ober die Russen führen esihnen zu. Holland hat also diesen mächtigen Handelzum Theil verloren, wodurch es viele feiner Specereien,besonders Gewürze, anbringen konnte. Durch dasEinschreiten der Engländer hat dieses ganz aufge-hört. Diese Letztem haben im Norden, besondersin Petersburg, Faktoreien angelegt, weiche bald dieHolländischen an Zahl übertrafen. Nach einemsehr ausführlichen Verzeichnisse der Schiffe, welchein den Hafen von St. Petersburg zu Ende des ver-wichenen Jahrhunderts einliefen, waren beinahe dieHälfte davon Engländische Schiffe, die andern warenFranzösische, Holländische, Schwedische, Russischeund Deutsche. In der neuesten Zeit hat dieses aufge-hört, da Rußland hat einsehen lernen, daß es seinemeigenen Handel, und seinen Fabriken und Manufaktu-ren schadet, wenn eine Nation vor der andern mehrFreiheit genießt, ihren Handel gleichsam allein auffremdem Boden zu treiben, sondern daß alle Natio-nen gleiche Freiheiten haben müssen, dieses zu thun;denn nur dadurch kann Vortheil für den eigenen Han-del entstehen. Rußlands Schiffsahrt steht jetzt aufdemGipfel, daß es anderer Hülfe nicht mehr bedarf, son-dern seinen Handel ganz allein betreiben kann, wennes solches vortheilhaft findet. Auch Rußland bringtjetzt viele Specereiwaaren direct in den Handel, beson-ders chinesische Waaren, wie auch schon oben, S. 654,angeführt worden. Man sehe über den RussischenHandel, auch den Art. Rußland, Theil 129,