Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Spccereihandel. 669

staltet, und Holland ist nicht mehr in dem ausschließ-lichen Besitze dieses Handels, da sich durch die Thei-lung der Rheinländer auch zum Theil andere Kanäleeröffnet haben, die dem Interesse desjenigen Staates,mit dem sie verbunden worden, anpassender sind; sowie überhaupt der Handel durch den Zollverband derDeutschen Fürsten und der freien Schiffsahrt auf denGewässern Deutschlands, eine andere Richtung bekom-men. — Das jetzt von Holland wieder getrennte Bel-gien hatte früher unter der Oesterreichischcn Herrschafteinen bedeutenden Handel mit seinem NachbarlandeHolland, welches ihm alle Gewürze und Specereien,Thee, Kaffee, Zucker, Cacao, Tabak, Oele, Rhein-,Mosel- und Spanische Weine, Branntweine, Salz,Wachs, Früchte aus der Provence und Italien, ge-trocknete und gesalzene Fische, Seefische, rohe Häuteober unbearbeitetes Leder, Wallfischbärte, weiße Seife,Potafche, Asche, Kupfer, Zinn, Bley, OstindischeZeuge und Kattune, Seide, gesponnenes baumwolle-nes Garn, Leinsamen, Schiffbauholz und alle Dro-guen aus der Levante lieferte; dagegen nahmen sie Feld-früchte, besonders Waizen und Rübsamen oder Rüb-sen , Leinwände, Spitzen, Ziegelsteine w. Antwer-pen war der Stapelort aller dieser Waaren, und wardaher, wie auch schon oben, S. 648, angeführt wor-den, ein sehr wichtige und reiche Handelsstadt. Einenbesonders starken Handel trieb sie auch mit Diaman-ten, welche sie den Holländern roh lieferte, und diedann zu Amsterdam geschnitten wurden, und dannwieder zurück nach Antwerpen gingen; denn obgleichAntwerpen auch Diamantschneider besaß, so war derSchnitt dieser letzten von dem der Amsterdamer in sofern verschieden, daß die Ränder der Diamanten nichtpolirt sind, welches in dem Glänze des DiamantS ei-nen merklichen Unterschied macht; aus diesem Grundeunterschied man den Diamant, der in Amsterdam oder