Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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670 Specereihandel.

in Holland geschnitten worden, von dem in Antwer-pen geschnittenen. Der ganze Handel der Holländermit den Belgiern war sehr einträglich, verlor aber nachund nach seine Bedeutnng, da die Franzosen, Spa-nier rc. ihn schmälerten; auch die Niederländer selbstalle Anstalten machten, es dahin zu bringen, sich vonden Holländern frei zu machen, welches ihnen auch inder lehten Zeit, besonders seit der Revolution in Frank-reich, gelungen ist, wo man ihnen aus Frankreich vieleDroguen, Spececeien und Galanteriewaaren lieferteund noch liefert. In neuester Zeit, durch die Vereini-gung der Niederlande mit den Holländer, fing der durchdie Französischen Invasionen rc. gesunkene Handelbeider Staaten sich wieder zu beleben an; allein dieneuesten Vorfälle in Belgien, das sich Losreißen vonHolland rc. haben dem Handel wieder eine empfindlicheWunde beigebracht, die sobald nicht wieder wird ge-heilt werden können. — Der Specerei- und Drogue-reihan del OesterreichS, wie auch schon oben, S. 655,angeführt worden, war immer nicht unwichtig, da es,vermöge der Lage seiner Staaten, diese Waaren, wennnicht immer aus der ersten, doch aus einer ihm sehrvorteilhaften Hand zog, wobei es, bei dem Umtauscheseiner Naturprodukte und Fabrikate, nur gewinnenkonnte. Durch die von den Franzosen veranlaßte Kri-sis in Deutschland, die auch die Oesterreichischen Staa-ten traf, ist der Handel daselbst sehr herabgedrückt wor-den; allein die Wiedergeburt Deutschlands hat auchdiesem mächtigen Staate seine Kraft wiedergegeben,so daß der Handel mit erneuerter Thätigkeit, besondersam Adriatischen Meere, betrieben wird. In Hinsichtdes Oesterreichischen Landhandelö ist Wien der Mittel-punkt und der Stapelort aller Waaren, die den Pro-vinzen dieses ausgedehnten Kaiserreiches auf der Do-nau und den gut angelegten Handelsstraßen zugeführtwerden; dann folgen für den Landhandel Prag, Bro-