Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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Specht. 685

leer machen und aushöhlen, indem sie mit den Füßendie Späne und das Holzmehl herauswerfen. Zuwei-len machen sie ihr Loch so schräge und tief, daß dasTageslicht nicht hineinbringen kann. Ihre Jungen,die, bis sie sich mausern, oben graugrün, mit lichten,verloschenen, weißlichen Flecken, und unten weißlich-grau, grünlich überlaufen und mit schwarzen Punktenbedeckt, und deren aschgrauer Kopf mit karmoisinro-then Punkten und einem schwärzlich.grünen «schwänzmit dunklen Querstreifen beseht sind, füttern sie imDunkeln. Gewöhnlich legen sie fünf Eier, die grün-lich und mit kleinen schwarzen Flecken bedeckt sind.Die jungen Spechte fangen an zu klettern, wenn sienoch ganz klein sind, und ehe sie fliegen können. DasMännchen und Weibchen verlassen sie nicht, begebensich früher, als die übrigen Vogel zur Ruhe und blei-ben bis an den Tag in ihren Löchern.

Nach Einigen soll der Grünspecht der Regenvogel,rrvi8, der Alten seyn, weil man gewöhnlichglaubt, daß er den Regen durch ein Geschrei, welchesvon seiner gewöhnlichen Stimme sehr verschieden ist,ankündige, welches Geschrei klagend und ziehend ist,und sich sehr weit hören läßt; daher nennen ihn auchdie Engländer krrüi-knvl (Regenvogel) und in eini-gen Provinzen Frankreichs, wie z.B. in Burgund,nennt man ihn kroeureuv cku nieiuuev, weil er denRegen und das Anschwellen des Wassers ankündiget,das die Wassermühlen im Gange bringt und welchesin einer gewissen Vorherempsindung, welche in derBeschaffenheit der Luft liegt, die diesem Vogel eigenist. Bei den Römern wurde dieser Vogel beson-ders in Ehren gehalten, er hatte bei den Auspicien undAuguren den ersten Platz; seine Erscheinung und Be-wegungen waren in Bestimmung des Schicksals sehrwichtig. Nach dem PliniuS (H.X-eap. 18) sehtesich auf den Kopf des Prätors Aelius Tubero,