Band 
Hundert und sechs und funfzigster Theil, welcher die Artikel Sonntag bis Speckstein enthält.
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684 Specht.

mit diesen Insekten bedeckt fühlt, so zieht er sie ein,und schluckt sie hinunter. Wenn aber die Ameisennoch nicht in gehöriger Bewegung sind, und sie dieKälte in ihren Wohnungen hält, so geht er auf denAmeisenhaufen, öffnet denselben mit den Füßen unddem Schnabel, und laßt sich mitten in der durchbro-chenen Oeffnung nieder; er hascht sie nun nach Ge-fallen und verschlingt sogar ihre Puppen. Zu jederandern Zeit klettert er gegen die Bäume an, woran ermit verdoppelten Stößen des Schnabels schlägt. SeineSchläge hört man in der Ferne und kann sie zählen,da es nach kleinen Zwischenräumen geschieht. Erzieht oft den trocknen Bäumen alle ihre Rinde ab, sogroß ist seine Thätigkeit im Suchen seiner Nahrung.Da er zu jeder andern Bewegung träge ist, so läßter sich leicht nahe kommen, und weiß dem Jäger nichtanders zu entkommen, als daß er sich um den Zweigdreht, und an der entgegengesetzten Seite hält. Daßer nach einigen Schlägen nach der entgegengesetztenSeite des Baumstammes laufen soll, um zu sehen,ob er ihn durchstoßen habe, ist nur insofern als richtiganzunehmen, daß er die Insekten, die durch seineSchläge aufgeweckt und in Bewegung gebracht wor-den, von der Rinde absucht. Nach Büffon soll auchder von dem geschlagenen Theile des Holzes zurückschal-lende Ton ihm die hohlen Oerter anzeigen, wo dieWürmer, die er sucht, stecken, oder auch eine Höhle,wo er selbst seine Wohnung nehmen und sich seinNest bauen kann. Dieses Nest bringt er mitten ineinem vom Wurme zerfressenen Baume, fünfzehn biszwanzig Fuß über der Erde, an, und öfterer in Bäu-men von zartem Holze, z. B. in Espen und Sahlwei-den, als in Eichen. Das Männchen und Weibchenarbeiten unaufhörlich und wechselöweise daran, den le-bendigen Theil des Baumes durchzuarbeiten, bis sieden wurmmehlichten Mittelpunkt finden, welchen sie