Spechtmeise. 711
lang, rund, fleischige, und mit einer Spitze und An-geln versehen, wie beim Spechte, sondern gestaltet wiedie Zunge der Meisen und anderer kleiner Vogel. Anbeiden Flügeln am vordersten Gelenke hat dieser Vo-gel einen kohlschwarzen Flecken, welches sehr schön aus-sieht. Daö Weibchen besitzt schwächere Farben. Eineandere Beschreibung eines solchen Vogels lautet: DieFarbe des Vogels auf dem Kopfe, Rücken, den Flü-geln und den beiden mittelsten Ruderfedern ist laven-delblau. Ein schwarzer Streif geht von dem Schna-bel bis zum Nacken guer über das Auge. An den Oh-ren, am Halse und am Bauche ist er weißlich roth-gelb; am Bürzel unten hellbraunroth, mit einem ova-len, weißen Flecken an den Enden der Federn, und amEnde der Federn auf dem Bürzel lavendelgrün mitetwas Braun am Ende. Die Ruderfedern sind ab-wechselnd grau, schwarz und weiß. Die Länge desVogels beträgt 5 Zoll 10 Linien. Das Männchenwiegt an eine Unze und das Weibchen nur 5 bis 6O.uentchen.
^ Dieser Vogel klettert an den Baumstämmen undAesien, wie die gewöhnlichen Baumläufer, von wel-chen er sich jedoch durch seinen Schnabel und durchdie Gewohnheit Nüsse aufzuknacken unterscheidet; undvon den Nußbrechern geschieht dieses durch die Ge-wohnheit an den Bäumen zu klettern; dann soll ernoch mit dem Schwänze eine abwechselnde Bewegungnach oben und unten machen, wie die blauen Bachstel-zen; allein Otto will dieses nie bemerkt haben, we-nigstens keine solche Bewegung, die man mit derjeni-gen an der Bachstelze vergleichen könnte. DieseSpechtmeise ist kein Zugvogel, sie bleibt an dem Orte,wo sie geboren und erzogen worden, Winter und Som-mer; nur sucht sie sich im Winter bessere Stellen aus,nähert sich den bewohnten Oertern und kommt zuwei-len in die Gärten. Auch in Hinterpommern, so wie