Staatsschuld. 33
gewöhnlich vierzehn Tage, um eine solche Fundirungvollenden zu können, diesmal war die ganze Sachein weniger als vier Stunden zu Ende. Schon umzehn Uhr waren alle Zugänge der Schatzkammer sogedrängt voll, daß die Schatzkammerschreiber eineschwere Kette über die Thür legen ließen, und Polizey-beamten bei derselben stellten, um das gewaltsameEindringen der Leute zu verhindern. Von 373 aus-gegebenen Nummern hat man nur die ersten 180 an-nehmen können. Der Banquier Courts hakte allein1 Million 250,000 Pfd. Sterl. fundirt« Es warennoch gegen 8 Millionen Schatzkammerscheine in denHänden der Mäkler, welche solche lieber in den Fondsbelegen, als baare Bezahlung dafür haben wollten."
Nach Allem, was Großbritannien bis zum Aus-gange des Jahres 1815 geleistet hat, geht hervor, daßder Zustand dieses Staars in Absicht auf sein Ver-mögen nicht so schlimm ist, wie Viele ihn vorstellen;denn sonst würde er bei der ungeheuren Schuldenlastlängst nicht mehr seyn. Ueberhaupt kommt es in demStaatshaushalte einer Nation nur darauf an, welcheProportion die Nationalschuld und das Papiergeldzum reellen Nationalreichthume haben; denn Geld, sagtein Schriftsteller, ist das Zeichen des Reichthumsund stellt den wahren Werth vor. Papiergeldist ebenfalls dieses Zeichen und stellt daher auchden wahren Werth vor. So lange es nun demBesitzer dieses Zeichens einerlei ist, ob er Banknotenoder wirkliches Geld habe, und für das Papiergeldebenso, wie für das klingende oder die wirkliche Münze,alle Bedürfnisse unmittelbar erhalten, und es geradeso wie Geld brauchen kann, so lange ist eö auch nichtdas Zeichen des Zeichens, sondern, so gut wie Münze,das gültige Zeichen des wahren Werths und des Reich-thums; nur in dem Falle, daß dieses Papiergeld erstin wirkliche Münze verwandelt werden müßte, um