Band 
Hundert fünf und sechzigster Theil welcher die Artikel Staatsschuld bis Staatsverwaltung enthält.
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Staatsschuld.

vor, und wie mächtig damals Spanien zur See war,bewies die unüberwindliche Flotte, die aus 150 großenSchiffen bestand, und in dem Kriege Philipps desZweiten mit der Königin Elisabeth vonEnglandmehr durch Stürme, als durch die Tapferkeit derBrit-ten zerstört wurde. Welchen Aufwand Spanien da-mals machen konnte beweisen die Kriege in den Nie-derlanden und von der Ligue in Frankreich, die ihm3000 Millionen LivreS (an 800 Millionen Thaler)kosteten; hierdurch wurde mehr Geld unter die Fremdengebracht, als eS nachher vermittelst der sinkenden Hand-lung geschah. Schon zu Ende der Regierung KönigPhilipps des Zweiten begann der Verfall desStaats, der unter der Regierung seines Nachfolgers,König PhilippSdesDritten, noch dadurch be,fördert wurde, daß derselbe im Jahre 1611 die gänz-liche Vertreibung der Mauern und Juden aus seinemStaate befahl, wodurch über eine Million arbeitsamerMenschen sich genökhiget sahe Spanien zu verlassen,und da sich keine Macht in Europa fand, diesen Un-glücklichen eine Freistatt zu geben, so wurden sie ge-nöthiget nach Asien und Afrika zu gehen.

Umsonst, sagt ein Schriftsteller, boten diese Unglück-lichen 30 Millionen Livres (5^ Millionen Thaler) audie Regierung, um da fort zu leben, wo sie geborenwaren, und sie würden vielleicht dreimal so viel gege-ben haben; allein eine unweise Politik gab dieses nichtzu, und so gingen sie mit ihren Schätze» und ihrerArbeitsamkeit aus dem Lande, und schlugen demselbeneine tiefe Wunde; denn mit ihnen sanken die Gewerbeund der Handel. Man sahe nicht ein, daß das wahreMittel, die Schätze der neuen Welt in dem Haupt-lande zu behalte», darin bestand, den Fleiß zu be-günstigen, durch den sie hineingezogen wurden, so flös-sen aber die Schätze Amerikas durch Spaniens eigeneHände in diejenigen der andern Völker, welche ihrenGewerbsfleiß und Handel auf Spaniens vernichtetengründeten, wie England, Frankreich und Holland. An

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