Band 
Hundert fünf und sechzigster Theil welcher die Artikel Staatsschuld bis Staatsverwaltung enthält.
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Staatsschuld.

hinderten allen Verkehr unter ihnen; es war nicht er-laubt Geld von einer zur andern zu bringen. Daherverfielen die Landstraßen, auch die Flüsse hatten we-der Brücken, noch Böte um überzusetzen; auch bliebkein einziger Kanal oder Fluß schiffbar^ und dasjenigeVolk, welches vermöge seiner strengen Religionsgrund-satze am mehrsten genöthiget ist Fastenspeisen zu essen,ließ seine Fischerey in Verfall gerathen, und kauftealle Jahre für 3 Millionen Rthlr. Fische. Außer einergeringen Anzahl schlecht ausgerüsteter Fahrzeuge, dienach seinen Kolonien bestimmt waren, befanden sich 'nur wenige Nationalschiffe im Hasen. Die Küstenwaren der Habsucht und der Erbitterung der Afrika-ner ausgesetzt, welche hier mit ihren Schiffen kreuzten,und um nicht in ihre Hände zu fallen, mußte mansogar die Avisoschiffe, die mau nach den KanarischenInseln und nach Amerika schickte, den Fremden ab-miethen. König Philipp der Vierte mußte beiallen reichen Bergwerken Amerikas erleben, daß aufeinmal sein Gold in Kupfer verwandelt wurde, undsahe sich genöthiget, den aus diesem Metalle geprägtenMünzen fast einen so hohen Werth als dem Silberbeizulegen. Auch geschah es unter diesem Monarchen,daß sich Portugal im Jahre 16M unter der neuenDynastie des Hauses Braganza wieder von Spanienloßriß, und in dem erneuerten Kriege mit den Nieder-ländern, dieser Freistaat auch seine Selbststandigkeiterrang; auch verlor es im Kriege mit Frankreich, wah-rend des dreißigjährigen Krieges, Rvussillon und Per-pignan. Unter dem Könige Karl dem Zweiten,dem Nachfolger Philipps des Vierten, sank dasReich durch eine schlechte innere Verwaltung und durchdie Kriege mit Frankreich ganz herab, und in demKriege, welcher nach seinem Tode wegen der Erb-folge zwischen Frankreich und Oesterreich geführt wurde,und in welchem Frankreich Sieger blieb, und Phi-lipp von Anjou als König Philipp der Fünfteauf den Spanische» Thron gelangte, verlor es nichtallein Belgien, Neapel, Sicilieü und Mailand auOesterreich, sondern auch Sardinien an Savoyen, undMinorca und Gibraltar an England. Der KardinalAlberoni, ein Parmaneser, der mit der zweiten Gc-