Band 
Hundert fünf und sechzigster Theil welcher die Artikel Staatsschuld bis Staatsverwaltung enthält.
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Staatsschuld.

mahl!» Philipps, Elisabeth von Parma, nachSpanien gekommen war, trat jetzt an die Spitze derGeschäfte, als erster Minister, und suchte das Landwieder aus seinem Verfalle zu erhebe», und es würdeihm vielleicht gelungen seyn, wenn er nicht von denSraatsgeschaften entfernt worden wäre rc.

Man gewahrt aus dieser kurzen Schilderung desZustandes Spaniens, von seiner Glanzperiode an biszu seinem Verfalle, und dann bis zur Gelangung derBourbons auf den Spanischen Thron, wie es mitseinen Finanzen beschaffen war. Es erholte sich zwaretwas wieder von seinem Verfalle, besonders unterdem Könige Karl dem Dritten, wo die beidenMinister, die Grafen von Aranda und von Flo-rida Bianca, mehrere zweckmäßige Einrichtungenmachten; allein es gelang doch nie wieder zu einembesondern Flore, weil seine Fabriken und Manufak-turen und sein Handel zu andern Nationen überge-gangen waren, die Alles nur mögliche thaten, um esnicht wieder zu der Höhe kommen zu lassen, undes größtentheils von sich abhängig machten, beson-ders England, wenn auch nicht direkt, doch indirekt.UebrigenS war König Karls des Dritten Regie-rung, von 1759 — 1788, eine der besten Spaniens;denn dieser Monarch that, mit Hülfe der schon obenerwähnten beiden Minister, Alles, um seinen Staatzu heben. Er bezahlte die Schulden nicht nur seinesVaters, sondern auch der vorhergehenden Könige, dienoch nicht abgetragen waren; verminderte die Abga-ben der armen Landleute, oder erließ sie wohl ganz,und schenkte denjenigen, die durch unfruchtbare Jahrezurückgekommen waren, große Summen Geldes; er-richtete Ackerbau-Gesellschaften, gab den Handel mitGetreide, und den Handel mit der Insel Kuba, denInseln unter dem Winde, und fast mit dem ganzenFestlande von Amerika den Spaniern frei, hob auch