Band 
Hundert fünf und sechzigster Theil welcher die Artikel Staatsschuld bis Staatsverwaltung enthält.
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Staatsschuld.

seph der Erste benuhte dazu die schon oben ange-führte Wiener Bank, die diesem Bedürfniß auch ab-half, weil die eben angeführten Kreditquellen damalsdrückend für das Land waren. Mit der Errichtung derBank und den Bankoperationen begannen auch spä»terhin die Anleihen im Auslande, der ausländischeSraatökredit. Auch Kaiser Franz der Zweite be»nutzte diese Hülfsquelle zur Zeit des Krieges mit der Re.publik Frankreich in den 1790r Jahren, und dann auchspäterhin. Eö wurden Anleihen in England gemacht,besonders geschah dieses nach dem Befreiungskriege,um den Kredit zu befestigen und baares Geld in Zir-kulation zu bringen. Hierzu gehören auch die beidenRothschildschen Lotterie. Anleihen vom Jahre1820 und 1821. So wurde auch, um die BrittischeSchuldforderung aus den Jahren 1794 bis 1800dek-ken zu können, am Ende des Jahres 1823 eine An«leihe in London von 3^ Millionen Pfd. St. gemacht;und die letzte bedeutende Anleihe, außer den 40 Mil»lionen Fl. von 1833, welche die Regierung am 19tenOktober 1835 mit den Banquierhäusern Roth»schild, Geymüller, Arnstein, Eskeles undSina abgeschlossen hat, beträgt 40 Millionen Guldenin 3 prozentigen MetalliqueS oder Staatöschuldschei»nen zu 75 Prozent. — Was nun die Tilgung derStaatsschulden betrifft, so wurden von der 1810 bisauf 1200 Millionen Gulden in Allem geschätztenStaatsschuld, worunter 600 Millionen, theils in Pa-piergelde (Banknoten), theils in Kupfermünze waren,nach und nach bedeutende Summen abgetragen; dennnach dem Berichte der Kommission, die zur Prüfungder Operationen der Tilgungsfonds-Deputation nie-dergesetzt worden, waren von der alten schon vor 1815vorhandenen verzinslichen Staatsschuld von 488 Mil»lionen Gulden, beinahe 39 Millionen getilgt, und dieneue, seit dem Jahre 1815 entstandene Staatsschuld,

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