Band 
Hundert fünf und sechzigster Theil welcher die Artikel Staatsschuld bis Staatsverwaltung enthält.
Seite
203
JPEG-Download
 

Staatsschuld. 203

bilden. Die Rückzahlung dieser Scheine geschiehtdurch Verloosung, wie bei der Lotterie, weshalb sieauch Pramienlotterie genannt wird, und soll biszum Jahre 1857 beendiget seyn. Der geringste Ge.wchn eines herausgekommenen Looses ist bei jeder un-geraden Ziehung, z. B. bei der Isten, 3cen rc. 50Rthlr. nebst 4 Prozent Zinsen, wobei die Gewinnebis 100,000 Rkhlr. steigen; so z. B. ist bei der IstenZiehung die erste Hauptprämie 100,000 Rthlr., unddie zweite 30,000; bei der 3ten Ziehung die ersteHauptprämie 80,000, u. die zweite 20,000 Rthlr.; beiden geraden Ziehungen, z. B. bei der 2ten, 4ken rc.,sind alle Gewinne gleich zu 50 Rkhlr. mit hinzuge-fchlagenen 5 Prozent Zinsen. Von den ungeradenZiehungen geschah die erste von 9000 Nummern deram Isten July 1833 gezogenen 90 Serien der Pra-mienscheine u 50 Rkhlr., im Octobec 1833, und diedritte von gleicher Anzahl Nummern im Oktober 1835.Der Stand der Scheine war im September 1835ungefähr 59^ Rthlr. für jeden Schein. Die Domai-nen-Pfandbriefe, die auch zu den Staatsschuldengezogen worden, sind auf Domainen in der Mark, inPommern, Schlesien und Ostpreußen in verschiedenenSummen ausgestellt, wovon diejenigen zu 1000 Rthlr.am meisten vorkommen; sie können vom Staate nachBelieben gekündiget werden. Die Zinsen davon wer«den am Isten März und Isten September bezahlt.Wegen der freien Kündigung erging im April 1830ein Dekret, daß die sämmtlichen 5 prozentigen Do-maineN'Pfandbriefe am Isten May als gekündiget zubetrachten jeyen, und am Isten September zurückge-zahlt werben sollten, wer sich jedoch bis zum IstenAugust zur Gegennahme von 4 Prozent StaatS«schuldscheinen melden würde, sollte die 5 ProzentZin->en auf 2 Jahre fort erhalten; eben so wurden auchzugleich alle diejenigen alten Churmärkischen Land-