Band 
Hundert fünf und sechzigster Theil welcher die Artikel Staatsschuld bis Staatsverwaltung enthält.
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Staatsschuld.

besonders die Bergwerke und Salinen benutzt, dieeine reiche Ausbeute geben; allein das Land hatte sogelitten, daß bei der größten Sparsamkeit des Re-genten, und beiden vermehrten Staatseinkünften durchBenutzung aller Nebenquellen, kein Ueberschuß in derjährlichen Staatsbilanz bewirkt werden konnte, um dieSchulden so zu vermindern, als eö anfangs die Ab-ficht des Churfürsten war; ja im Jahre 1777, dasJahr vor dem Tode dieses Fürsten, überstiegen sogardieAusgaben dieEinnahmen um 76,OOOGulden, unddennoch sollen sie bis auf die Halste vermindert, vage-gen aber von ihm wieder 37 Millionen, neue Schul-den auf das Land gebracht worden seyn. Bedenktman aber die oftmaligen Verwüstungen Bayerns vondem dreißigjährigen Kriege an, das immerwährendeAufbauen und Organisiren desStaaköin allen Staats«zweigen, die Aufhelfung der Unterthanen durch Ver-gütungen der erlittenen Schaden aller Art von Seitender Regierung rc.rc., so darf man sich über die Größeder Staatsschulden nicht wundern. Hierzu kömmt>nun noch, daß unter der Regierung MaximilianJosephs, bei allen Bestrebungen dieses Regenten,das Wohl des Staats zu befördern, dennoch auchmanche unrichtige Maaßregeln angewendet wurden,wie z. B. das strenge Verbot der Ein- und Ausfuhr,wodurch der Handel gelähmt wurde; auch brach we-gen der schlechten Erndte 1770 eine HungerSnothim Lande aus, wo der humane Fürst für seine eigeneRechnung aus Italien für 2 Millionen Gulden Ge-treide kommen ließ, um diesem Uebel abzuwehren; undrechnet man zu dem Guten, daSMaximilianJo-seph durch seine Menschenliebe gewirkt hak, auch nochdie Beförderung der Gewerbe und die Erhebung derWissenschaften und Künste in seinem.Lande, so wer-den die neuen Schulden, die dieser Fürst über sein-and gebracht hat, gewiß in der Veranlassung dazu

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