Band 
Hundert fünf und sechzigster Theil welcher die Artikel Staatsschuld bis Staatsverwaltung enthält.
Seite
693
JPEG-Download
 

Staatsverwaltung. 693

des Staats, sondern auch die gute und schnelle Füh-rung aller andern StaatSzweige, wie die Verwaltungder Justiz, des Kriegswesens, des Kirchen- und Schul-wesens, der Polizey, der auswärtigen Angelegenhei-ten rc. rc.; denn auch davon hängt mehr denn zu oftdas Wohl des Staates ab, und dann besonders von ei-nem raschen Geschäftsgänge, hauptsächlich in der Ju-stiz und in den Finanzen, weil durch einen schlep-penden, sogenannten Schneckengang dieStaatSbewoh-ner großen Schaden leiden, besonders ist dieses in derJustiz bei Erbschaftsangelegenheiten, Concursen rc. derFall, wo durch langwierige Prozesse die Erben undGläubiger nicht zur Hebung und Benutzung ihresGeldes kommen. So war z> B. noch- vor dem Re-gierungsantritte Kaiser Josephs des Zweiten einsehr schleppender Gang in den verschiedenen Verwal-tungszweigen des Oesterreichischen Staats. So führtMöser in dem zweiten Bande seines patriotischenArchivs den Gang an, durch welchen in Wien eineRechnung oder Eingabe rc. nach dem ehemaligen Ka-meral-Jnstitute bis zur Erhaltung der Richtigkeit gehenmußte, welcher folgender war: 1,Jst die Rechnung oberEingabe, welche dem Präsidenten eingereicht wird; vondiesem kam sie 2, in die Kanzler) desselben, um sie indas Departement zu bringen, zu welchem sie gehörte;dann 3, zu dem illius 6omnn88ioni8, wegen

des Präsentatumö; und 4, zum Sekretair oderConcipi-sten; 5, in die Kameral-Expedition; 6, in die Buch.Halterey zur Vorzeigung; 7, in die Buchhalterey - Ex-pedition, um eingetragen zu werden; 8, ins Deposico-riuin; 9, in die Kommissariats-Buchhalterey, um dar-über ihre Anmerkungen zu machen, in sofern nämlichder Gegenstand es nöthig machte; woraus sie aber erstnach einigen Monaten zurückkam; dann kam sie 10,>n die Buchßalterey-Expedicion des Kommissariats, umeingetragen zu werden; von da wieder 11, acl tlepv8i-