734 Staatsverwaltung.
dergleichen Militairkolonien gründete, besonders inden weitläustigen Grenzländern gegen Asien. Auchwurde das Heer, welches sich in allen Kriegen, beson-ders gegen Frankreich, sehr ausgezeichnet und denRuhm bewährter Tapferkeit davon getragen hak, un-ter seiner Regierung sehr vervollkommnet. — Daaber dennoch bei aller Anstrengung der Regierungin der Staatsverwaltung dieses Riesenrciches großeLücken bleiben würden, so kommt ihr hierin der Ge-meingeist der Großen und Reichen zu Hülfe, der sichwohl in keinem Lande, außer England, mehr be-währt, als in Rußland; überall greift er der Re-gierung unter die Arme, in Stiftung von Schulen,wissenschaftlichen, Kunst-, Wohlthätigkeics-, Gewerbe.-und Handelöanstalten. Kurz überall dienen Großeund Reiche der Regierung und dem Vaterlaude hierinaus ihren Mitteln; und daher kommt es auch, daßsich Wissenschaften, Künste, Gewerbe und Handel soschnell in diesem Reiche ausbreiten, und es schon zueiner ansehnlichen Höhe bringen konnten, wozu an-dere Staaten bei einem nur langsamen VorschreicenJahrhunderte gebrauchten.—Da nun in den vierund,zwanzig Jahren der Regierung des Kaisers Alexanderso unendlich viel in der Staatsverwaltung Rußlandsgeschehenist, sobliebnachseinemTode,1825,nur übrig,daß sein Bruder und Nachfolger, der jetzige KaiserNikolaus der Erste, diese Verwaltung in seinemSinne fortsetze, und dieses ist auch bis jetzt geschehen.
(Der Beschluß dieses Artikels im I66ften Bande.)
Ende des hundertfänfundsechzigsten Theils.
Gedruckt bei L. W. Krause.