60 Staatsverwaltung.
Zeitumstande gesetzt j gewesen wäre. Die denkwürdigeGeschichte dieses Staatsmannes oder eine umfassendeUebersicht seiner politischen Operationen wird von derNachwelt als eins der anziehendsten und lehrreichstenWerke studirt werden, das die Aufmerksamkeit der Men-schen .fesseln kann. Tief und eindringend wie dasBedauern und der Schmerz über den Untergang diesespolitischen Gestirns, dessen Lauf so weit glänzte, unterollen Standen, unter allen Partheien seyn wird, sohalt uns dennoch die Zuversicht empor, das große undgeprüfte Talente, Erfahrung und patriotischerGemein-geist immer noch dem Vaterlande bleiben, und sich un-sern Monarchen kraftvoll darbieten, um aus ihneneine Verwaltung zu bilden, gewachsen dem mühevollenund verantwortlichen Geschäfte, das Schiff des StaatSdurch die Klippen und Gefahren, welche ihm drohen,glücklich hindurch zu führen.
Man muß nun noch bei den Finanzoperationen an-nehmen, daß die Nation durch ihre Repräsentanten imParlamente sich selbst beschützt, also auch die Sum-men zu den Ausgaben des Staats und des Kriegesbewilliget, und wo diese aus den Abgaben undSteuern nicht hinreichen', Anleihen gemacht werdenmüssen. Die Nation murrt zwar über die Finanz,operationen, und hat schon immer dagegen ihre Kla-gen geführt, nicht daß sie sich unwillig zeigt EnglandsAnsehen und Macht nach allen Kräften ausrecht zuerhalten und dazu die Mittel aufzubringen, sondernwegen der Vertheilung der Abgaben, die weniger denReichen und mehr den Mittelstand treffen. DiesesMißverhältniß wird besonders in der Fenstersteuer be-merkbar; denn ein Haus in London mit zwanzigFenstern bringt gewiß dem Eigenthümer um dieHälfcemehr an Miethszins ein, und bezahlt doch ungleichweniger an Fenstertaxe, als das Haus des ungleich är-meren Kleinstädters oder Landmannes mit dreißig Fen»stern, und so nach Verhältniß die übrigen Abgaben.Vor mehr denn siebzig Jahren unter Pitt dem Va>